Montag, 4.11., habe ich eine Ganztagestour gebucht. Guide Alejandro holt mich mit dem Jeep zu Hause an, mit dabei sind außerdem sechs andere Menschen aus Argentinien, Brasilien und Italien. Die Verständigung auf Spanisch klappt ganz gut!
Auf der Routa 3, der berühmten Panamericana, fahren wir eine ganze Weile.
Irgendwo im Nirgendwo biegen wir ab und fahren Wege, die ich zu Fuß nicht hätte gehen mögen: überknietiefe Pfützen, tiefe Schlammlöcher ….. zur allgemeinen Belustigung werden wir ordentlich durchgeschüttelt. 

Die Fahrt macht Spaß, ist aber ein reines Tourispektakel – zum See Fagnano ( der fünftgrößte Südamerikas ) gibt es bessere Wege, die wir auf dem Rückweg auch nehmen.
Die Landschaft ist einfach wunderschön.
Gegen Mittag kommen wir zu einem kleinen Häuschen, das dem Guide gehört. Hier wird gegrillt, dazu gibt es Brot, Salat und Wein. Wie die meisten Mahlzeiten in Argentinien ist das Essen ziemlich fleischlastig, Neele, du hättest es schwer!


Gegen Mittag lässt sich auch manchmal die Sonne blicken, Wald und See sind superschön!

Nach dem Essen legt Alejandro die Reste an den Waldrand – zwei kleine Füchse kennen das wohl und holen sich abwechselnd und sehr vorsichtig die Essensreste
Es war ein schöner und lustiger Tag, aber ich merke, dass diese organisierten Rudeltouren für mich nur ab und an das Richtige sind.
Deswegen mache ich mich am nächsten Morgen alleine auf, um im Nationalpark Tierras del Fuego ( Feuerland ) ein bisschen zu wandern. Allein in der Natur bin ich nicht – der Park ist gut besucht. Bewegung und frische Luft tun mir gut, ich bin begeistert – ist das schön hier! Leider kommt das auf den Fotos nicht so genial rüber wie es ist ….





Und diese Fotos sind speziell für Claudi:
Morgen geht’s auch schon wieder weiter, ein oder zwei Tage mehr hätt ich für Ushuaia noch gut haben können. Und wieder heißt es Abschied nehmen – diesmal von meiner warmherzigen Gastfamilie, Carlos, Wilma und Tochter Jasmin.
Mir steht ein langer Reisetag mit zwei Flügen ( Ushuaia – Buenos Aires und Buenos Aires – Bariloche ) und langem Zwischenaufenthalt bevor. Streckentechnisch ist das ziemlicher Schwachsinn, aber so habe ich das nun mal gebucht. Und das ist der Nachteil an den ( günstigen ) Weltreisetickets: wenn man sich einmal für eine Streckenführung entschieden hat, muss diese auch abgeflogen werden.
Aber auch blödsinnige Strecken kann man schön finden: ich verabschiede mich von der tollen Landschaft und genieße ( mal wieder ) den Landeanflug auf Buenos Aires 🙂


In Bariloche gibt’s ne Premiere: ich gehe das erste Mal in ein Hostel 🙂

Liebe Sabine, nach einer furchtbaren Stresswoche habe ich herzlich gelacht über HASI AM ENDE DER WELT
Vermisse dich. Heute ist wieder Kantine. Lieben Gruß Margit
ach, da würd ich doch direkt mitkommen …… 🙂 Vermisse dich auch! Liebe Grüße aus Bariloche!