Archiv des Monats: April 2014

Nusa Lembongan und Tango auf Bali

Am 17.04. ist morgens alles ein bisschen hektischer: schnell in den Pool springen, frühstücken, die letzten Sachen packen. Um neun sollen wir an der Straße stehen. So früh am Morgen und schon so heiß ………IMG_9327Nach einer Warteweile werden wir von einem klapprigen und ziemlich vollen Kleinbus abgeholt und nach Sanur gebracht, von dort aus starten die Schiffe nach Nusa Lembongan, auf die Gili – Inseln und nach Lombok. Wir werden an der Anlegestelle rausgelassen und warten etwas ratlos auf unser Boot. Es gibt schnellere und weniger schnelle Boote, wir haben die Überfahrt in einem weniger schnellen gebucht. Ich weiß, dass die Fähren in solchen Ländern ein bisschen anders aussehen, trotzdem bin ich fassungslos, als ich sehe, in was wir einsteigen werden:IMG_9332 Die Anlegestelle ist der Strand, die Wellen sind hoch und man muss einen günstigen Moment abpassen, um überhaupt an Bord zu kommen. Den Koffer selber an Bord tragen? Unmöglich. Der Kofferträger macht mit unverschämten (!) Geldforderungen Stress, und ich empfinde die Situation als reichlich ungemütlich. Schließlich sind wir, ein paar andere Menschen und einiges an Fracht an Bord.IMG_9334 IMG_9336Die Überfahrt ist wider Erwarten ganz entspannt und fast gemütlich. In Nusa Lembongan legen wir ebenfalls direkt am Strand an. Schön sieht es hier aus!IMG_9368

Wir suchen uns eine Bar am Strand, essen eine Kleinigkeit und trinken einen Kaffee. Das Gepäck dürfen wir unterstellen, so können wir unbeschwert eine Unterkunft suchen. Auf Nusa Lembongan gibt es verschiedene schöne, zum Teil abgelegene Buchten. Wir haben uns entschieden, in unserem Ankunftsort Jungbatu zu bleiben. Hier leben nicht nur Touristen in mehr oder weniger luxuriösen Resorts, es gibt einheimisches Leben, viele von Indonesiern geführte Unterkünfte und einen langen Strand. So klappern wir die unzähligen Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Strand ab und haben sehr schnell etwas gefunden, das a) bezahlbar ist b) die direkte Strandlage für Corla und c) den Pool für mich hat. Nachträglich sind wir sehr froh, dass wir nichts im Internet vorgebucht haben! Gegen Abend laufen wir ein bisschen und sehen einen traumhaften Sonnenuntergang.IMG_9376IMG_9396IMG_9395

Am 18.04. ( Karfreitag ) nehmen wir am frühen Morgen an einer Schnorchel – Tour teil. Wir umrunden die Insel und schnorcheln an verschiedenen Stellen. Es gibt wunderbare Korallen und die schönsten bunten Fische. So toll! Falls ich mal wieder in so eine Gegend komme, nehme ich auf jeden Fall eine Unterwasserkamera mit! Gleichzeitig können wir die schöne kleine Insel und die Nachbarinsel Nusa Ceningan vom Wasser aus sehen und verschaffen uns ganz entspannt einen Überblick ….

An einem Schnorchelpunkt soll man Mantas sehen können. Das Wasser ist tief und dunkel, es gibt ziemliche Wellen, eine Felswand ist nicht allzu weit entfernt …. hier bleiben Corla und ich einfach im Boot und überlassen unseren jungen Mitschnorchlern das Wasser. Ich habe Mantas auf Fotos gesehen, und vor allem habe ich gesehen, wie groß die werden können – die möchte ich gar nicht unbedingt im Wasser treffen 😉

Nachmittags spazieren wir bis zur Tamrinbeach. Die Abendstimmung genießen wir später von unserem Hausrestaurant aus. Ich möchte meinen Ubutblogeintrag fertig stellen, für den ich schon seit Tagen Fotos hochlade. Leider verabschiedet sich plötzlich der gesamte Eintrag in den unergründlichen Weiten des Internets. Seufzsehrdolle. Fürs erste reicht es mir mit  Blog und Internet …..

Am 19.04. leihen wir uns früh Fahrräder, wir haben vor, die Traumstrände im Westen der Insel zu besuchen. Es ist nicht ganz einfach, die richtigen Wege zu finden, da Wegweiser fast völlig fehlen und Straßen nicht unbedingt an jeder Stelle nach Straße aussehen. Wir fahren eine Weile, bis ich plötzlich einen Platten habe. Mist. Also heißt es schieben. Unterwegs treffen wir ein paar Einheimische, die alle gar kein Englisch können. Dieses Problem kann man aber leicht auch ohne Worte erklären, und alle deuten in eine Richtung, um zu zeigen, wo es einen Mechaniker gibt. Wir laufen eine langes Stück und finden die Reparaturwerkstatt tatsächlich. IMG_9419IMG_9420IMG_9421Der Mechaniker ist sehr hilfsbereit und macht sich sofort daran, den Schlauch zu flicken. Leider müssen wir feststellen, dass selbiger völlig porös ist. Ein neuer Schlauch muss her! Der junge Mann schwingt sich auf sein Moped und verschwindet. Wir warten, warten, warten. Wo bleibt er nur?IMG_9425

IMG_9426IMG_9428Nach einer ziemlich langen Weile kommt er mit einem neuen Schlauch wieder und kurz darauf können wir die Fahrt fortsetzen. Wir kommen an der kleinen Brücke vorbei, über die man auf die nächste kleine Insel kommen kann und fahren durch den Ort Lembongan, den ich sehr nett, weil total untouristisch finde. Wir müssen den einen oder anderen Hügel überwinden ( schieben ), was bei diesem Klima nur ein bisschen ein Vergnügen ist.IMG_9434IMG_9439Hahnenkampf ist ein großes Thema, nicht nur hier, sondern auch überall auf  Bali. Offiziell ist er nur erlaubt, wenn es sich um eine religiöse Zeremonie handelt, inoffiziell sieht man die Körbe mit den Kampfhähnen überall stehen. Laut Reiseführer hält jeder Mann mindestens einen Hahn. Ich habe keinen Kampf gesehen ( sehen müssen ) und bin ganz froh darüber.

Ab und an werden die Hähne wie auf diesem Foto auch mal herausgeholt und ein bisschen vorgezeigt. Diese Jungs waren total lustig und haben sich gerne mit ihren Tieren fotografieren lassen ……..IMG_9441Irgendwann kommen wir an diesem Tag doch dort an, wo wir hin wollen.

Die Dreambeach und vor allem der Pool der einzigen Anlage entschädigt für alle Mühen – ist das toll! Am Strand zu baden ist  allerdings eher etwas für Mutige – es gibt Monsterwellen und eine starke Strömung.IMG_9444IMG_9448IMG_9450IMG_9452

Gegen Nachmittag fahren wir zurück. Wegen der Panne sind wir spät in der Zeit ( in den Tropen wird es früh dunkel! ) und fahren nicht mehr zur Mushroom – Beach. Unterwegs haben wir eine sehr schöne Sicht auf „unseren“ Ort Jungbatu:IMG_9466Ich lege noch einen kleinen Schlenker zur Nordspitze ein. Das ist von unserer Unterkunft nicht sehr weit – und unerwartet hübsch!  Es gibt ein paar kleine Warungs direkt am Strand, und ganz am Ende im Mangrovenwald hört die Straße einfach auf.IMG_9472IMG_9479IMG_9484Ich finde mein Lieblingslokal, in das ich von nun an jeden Tag einkehre, Manchmal für einen frisch gepressten Saft, manchmal auch, um etwas zu essen. Hier ist es schön!IMG_9471IMG_9474IMG_9591So schön Lembongan auch ist – die Gegensätze zwischen dem Leben der Einheimischen und dem der Touristen ist sehr krass. Sobald man sich nur ein paar Meter von den netten Unterkünften am Strand entfernt, steht man in einer anderen Welt.  Besonders die Algenbauern scheinen sehr arm zu sein. Sie leben in einfachsten Strohhütten ohne fließend Wasser.IMG_9478Viele der 7000 Einwohner der Insel bauen Seetang in strandnahen Meeresgärten rund um die Insel an. Bei Ebbe wird der Seetang geerntet, sortiert, getrocknet und später über Padangbai in die ganze Welt verschifft – die Algen werden für Lebensmittel und Kosmetikprodukte verwendet. Laut Reiseführer soll das ein einträgliches Geschäft sein – fragt sich nur, für wen …. IMG_9363IMG_9357IMG_9351IMG_9402IMG_9365IMG_9366Den Menschen, die im Tourismus arbeiten, scheint es besser zu gehen – zumindest sind sie körperlich nicht so ausgemergelt wie die Algenbauern. Einheimische und Touristen leben hier ein friedliches Nebeneinander. Ich mag es, vom alltäglichen Leben der Menschen etwas mitzubekommen. Schade, dass ich mit den Leuten nicht sprechen kann, ich habe so viele Fragen!

Es ist ganz ruhig hier. Bis auf wenige kleine Transportfahrzeuge gibt es keine Autos. Einheimische und Touristen sind meist mit einem Roller unterwegs. Surfen kann man hier gut, tauchen, schnorcheln, wunderschöne Sonnenuntergänge anschauen. Nachtleben? Nicht vorhanden. Shops? Eher nicht. Postkarten? Fehlanzeige! Bank? Post? Neee. Geldautomat? Ja, einen gibt es. Er scheint leer zu sein, jedenfalls kann ich kein Geld ziehen. Später hören wir, dass er nur zum 1. eines Monats aufgefüllt wird …

Am 20.04. bekomme ich vor dem Frühstück einen Cappuchino mit Meerblick – schließlich ist heute mein Geburtstag 🙂IMG_9496

Außerdem gibt’s Geschenke von Corla, eine Frühstückseinladung und viele Glückwünsche per mail und Facebook. Danke an alle!!!IMG_9501Und es ist ja nicht nur mein Geburtstag, sondern auch noch Ostersonntag – es gibt Konkurrenz für Hasi …..IMG_9503Eins meiner Geschenke löse ich zwei Tage später ein – ich krieg die Füße schön 🙂

Die Farben hat das Pediküremädel ausgesucht – zufälligerweise genau passend zu meiner Bollywoodlieblings(tango)hose ( nächstes Foto )

Danke Cordula!

IMG_9600Den Geburtstagssonnenuntergang begehen wir ziemlich dekadent auf dem Rumfläzstrandsofa der stinkefeinen Nachbarsanlage:IMG_9527Später gibt’s ein gutes Essen, ich bin mit meinem Geburtstag sehr zufrieden. Nächstes Jahr möchte ich dann wieder Erdbeertorte und Rhabarberkuchen!

Am Ostermontag ziehe ich mal wieder um: Cordula reist heute ab, ich bleibe in der Unterkunft, miete mir aber ein etwas günstigeres Zimmer im ersten Stock. Nachmittags fahre ich zum Winken mit zur Abfahrtsstelle – schön war es, unterwegs Besuch zu bekommen! IMG_9559IMG_9565Ich freue mich, dass ich noch zwei Tage länger bleiben kann und spaziere Richtung Mushroom Beach. Dieser legendäre Strand sträubt sich auch heute erfolgreich – es ist Hochwasser, der Weg, den ich gehen will, geht gerade nicht. Na gut, dann eben morgen ……

Auf dem Rückweg schaue ich mir noch ein bisschen die Surferwellen an. Hier gibt es Riesenwellen, anspruchsvoll für gute Surfer, wegen des vorgelagerten Riffs ein paar hundert Meter vom Strand entfernt. Man sieht sie leider nur in Ameisengröße …..IMG_9567IMG_9572

Ich organisiere mir für die nächsten beiden Tage ein schönes Fahrrad und gehe einfach mal ganz früh ins Bett. Am nächsten Morgen fahre ich früh los und trinke in der – jawoll! – Mushroom Beach einen schönen Cappuchino. Diesmal nehme ich den direkten Weg über den Berg – und muss zur großen Erheiterung ALLER Indonesier, die mich überholen, ein richtig steiles Stück berghoch schieben. Scheinbar kann sich keiner vorstellen, wieso sich eine reiche Touristin so etwas freiwillig antut ( guck doch mal, wie die schwitzt! ) …. es gibt doch Roller!IMG_9585IMG_9581Während meiner späteren Mittagspause auf der Strandliege spaziert Hanna ( auch aus Bremen ),eine Bekannte von Cordula, vorbei. Hanna haben wir schon kurz in Ubut getroffen, jetzt ist sie auf Zimmersuche und mietet sich schnell entschlossen auch in unserem Nusa Indah ein. Später stellen wir fest, dass wir gemeinsame Bekannte und unsere Töchter in die gleiche Schule besucht haben – die Welt ist klein!

In dieser Nacht wache ich mehrmals auf und weiß nicht, wo ich bin – es wird wohl langsam Zeit, dass ich nach Hause komme …….

Am 23.04. geh ich nochmal Schnorcheln, der restliche Tag vergeht mit Dungeln, Dümpeln, Sachen packen – morgen geht’s zurück nach Bali! Für meine restlichen drei Tage habe ich mich in Seminyak eingemietet. Kuta, Legian und Seminyak sind DIE Touristenorte auf Bali, auch verschrien als der Ballermann der Australier. Das klingt wenig einladend, aber Seminyak hat für mich etwas ganz Besonderes: ein Tangohotel und eine Freitagsmilonga 😀

Das Hotel ist nicht ganz meine Kragenweite – ich stelle ( mal wieder ) fest: fein trägt bei mir nicht zwangsläufig zum Wohlfühlen bei …..trotzdem genieße ich den Luxus eines grooooooßen Zimmers, eines grooooßen, gutriechenden Bettes ( ich kann quer und gerade und diagonal schlafen! ), eines tollen Bades und eines schnellen Internets ( juchuuuuuuu ). Das Frühstück ist auch nicht schlecht! Stefani, der das Hotel gehört, ist Deutsche, lebt seit 30 Jahren hier und hat die kleine balinesische Tangoszene aufgebaut. Sie unterrichtet Tango und organisiert das jährliche Tangofestival, zu dem viele Tänzer aus ganz Asien und Australien anreisen.  IMG_9610IMG_9608 IMG_9612Abgesehen davon gibt es einen wirklich tollen, kilometerlangen und feinsandigen Strand – nicht ohne Grund tummeln sich genau hier die vielen Touris!IMG_9620 IMG_9619 IMG_9622Freitag werde ich gefragt, ob ich am Nachmittag mit auf eine Vernissage möchte, auf der auch ein bisschen getanzt wird. Die Fahrt ist lang, die Bilder so naja, die Getränke und vor allem die kleinen Häppchen, die gereicht werden, sehr lecker, zwei, drei Tänze ganz schön. Smalltalk ist nicht so meine Stärke, aber mit uns sind noch zwei Freundinnen von Stefani gekommen. Beides Deutsche, beide haben sich vor vielen Jahren in Bali oder auf Bali ( oder beides ) verliebt, sind hier geblieben und haben interessante Geschichten zu erzählen. Und: Ingeborg kommt aus ääääh ……. Delmenhorst! 😀IMG_9626 IMG_9638 IMG_9639Später geht’s zurück nach Seminyak auf die Hotelmilonga, die nicht der Rede wert ist. ( Ich mach mir noch nicht mal die Mühe, meine Kontaktlinsen rauszukramen und mir die Wimpern zu tuschen – das gab es noch nie! ) ….. 13 Frauen, 4 Männer. Ich plaudere sehr nett mit den deutschen Damen und freu mich trotz der lahmen Tanzveranstaltung, hier zu sein.IMG_9645 IMG_9647Samstag, 26.04. vertrödele ich meinen Tag strandspazierend ( toll ) und geschäfteguckend ( nicht sehr ergiebig ), außerdem nutze ich den tollen Internetzugang, um diesen Blog auf Stand zu bringen. Gleich heißt es noch Sachen packen – morgen geht’s gen Singapur!

Bali …… hat mir mit allen Gegensätzen und Widersprüchen gut gefallen. Bis auf den touristischen Süden, wo frau ein bisschen aufpassen soll, kann man überall sehr (!) sicher reisen. Ich weiß nicht, wie es in der Hochsaison ist – momentan ist alles ziemlich ruhig. Bestimmt gibt es hier im Süden die schlimmen australischen Partymeilen, von denen mir von verschiedenen Seiten berichtet wurde – aber da muss man ja nicht zwingend hin! Das Landesinnere hat mir am besten gefallen, die tolle Landschaft, die ursprünglichen Ortschaften, die Kultur. Ganz, ganz wohl habe ich mich auf Nusa Lembongan gefühlt – es war wirklich schön dort! Das Klima allerdings ist weniger meins ….. noch ist die Regenzeit nicht ganz vorbei. Es ist heiß und schwül – ich dusche zwischen vier- und zehnmal am Tag und zieh mich ständig um …..

Jetzt bin ich gespannt auf Singapur ( da ist es noch heißer oh Schreck ), erhoffe allseits gute Klimaanlagen und erwarte sehnsüchtig finnische Frische!

 

 

 

 

 

 

Bali 12 bis 19

Mittwoch, 09.04. stehen Corla und ich mal wieder sehr früh auf, spazieren in den Ort, auf den Markt und zu einem kleinen, an einem Berghang gelegenen Tempelplatz.IMG_8918 Am frühen Morgen ist es sehr schön zu laufen, das Licht ist weich und wunderbar und die Temperaturen sind noch recht angenehm.IMG_8921IMG_8927 Den restlichen Tag verbringe ich mit Blogschreiben und Schwimmen. Das Internet ist langsam und nicht sehr stabil. Das Hochladen eines Fotos dauert ewig …..

Donnerstag, 10.04. heißt es packen und Abschied nehmen. Tilly bringt uns und Katja nach Ubut, unterwegs möchten wir noch einiges anschauen. Es gibt ein paar Abschiedsfotos.

Hier haben sich die Frauen der Familie aufgestellt: Tilly ist die Dame in Gelb, Made Sri steht rechts neben ihr.

IMG_8945Diese beiden Süßen verteilen die Opferkörbchen auf dem Gelände. Diese Gaben an die Götter sieht man wirklich ÜBERALL stehen; in den Geschäften, Hotels, auf der Straße, vor Privathäusern und natürlich vor und in den Tempeln usw. Sie enthalten Blüten, ein brennendes Räucherstäbchen, etwas Banane oder Reis – in einem Körbchen habe ich sogar mal ein Mentos gesehen 😀 ….. es ist wichtig, was und in welcher Anordnung in die Körbchen kommt, jeden Tag gibt es frische Opfergaben. Oft verteilen die Kinder die kleinen Körbchen. Ich finde diese Tradition sehr schön!IMG_8938 Fein waren die Tage hier. Mir hat diese Unterkunft sehr gut gefallen – der Garten mit den vielen Blumen, unser Zimmer, der Strand. Eine einheimische Familie, die für ihre ( wenigen ) Gäste sorgt. Eine Tilly, die seit vielen Jahren auf Bali lebt und viel erklären kann.

Über eine schöne Strecke durch die Berge kommen wir zu einem Museumsdorf, dessen Namen ich leider vergessen habe. Hier kann man sehen, wie die balinesischen Dörfer früher waren. IMG_8973Aber es ist nicht nur Museum – die Dorfbevölkerung wohnt und arbeitet tatsächlich hier. Wir haben Glück – ein großes Tempelfest wird vorbereitet, es gibt viel zu Schauen. Fotografieren kann ich hier, soviel ich möchte.IMG_8979 (2)Dies sind kleine Opfergaben, die in die Körbchen kommen: kleine Häufchen von gekochtem Reis, die in Bananenblätter gewickelt werden:IMG_8987IMG_8994IMG_8996 (2)IMG_8999IMG_8991Hier werden Opferkörbe geflochten:IMG_9001IMG_9002

Später wollen wir die großen Felsreliefe Gunung Kawi besuchen. Wir müssen ständig nach dem Weg fragen – zum Glück spricht Tilly gut indonesisch. Trotzdem kommen wir leider nie an. Zu ähnlich sind die kleinen Sträßchen durch die Reisfelder, zu schlecht und selten die Wegweiser. Wunderschön ist die Fahrt trotzdem – ich mag die Reisterrassen so gerne! IMG_9030IMG_9036Zum ersten Mal gefällt mir Bali ohne wenn und aber richtig gut. Irgendwann setzt der tropische Nachmittagsregen ein, jetzt geht nicht mehr viel.IMG_9045Tilly fragt noch einmal nach dem Weg 😀IMG_9042

Wir beschließen, direkt nach Ubut weiterzufahren und kommen am späten Nachmittag in unserem schönen Hotel an. Das ist unser Zimmer:IMG_9046IMG_9088

Jetzt schnell das Wichtigste auspacken, in den Pool springen, duschen, ein bisschen die Straße entlang spazieren und essen gehen. Ubut ist DER Ort, kulturelles Zentrum Balis. Früher ruhiger Treffpunkt von Reisenden,  ist es heute recht trubelig und sehr touristisch. Es gibt unzählige Shops, Tourenanbieter, Taxifahrer, Hotels, Spa’s undundund. Manches erinnert auch ein bisschen an das Bremer Viertel – es gibt Alternativcafes, vegane Restaurants, schöne kleine Läden, Yogazentren und das dazu passende Publikum jeden Alters. Mir gefällt es trotz Trubel. Die Landschaft drum herum ist traumhaft schön.

Am nächsten Morgen suchen wir die Touristeninformation ( die gerade außer Betrieb ist ) und besorgen uns einen Stadtplan. Ich suche einen der kleinen Wanderwege durch die Reisfelder – ach, ist das schön hier.IMG_9189IMG_9192 IMG_9225 IMG_9186IMG_9118IMG_9136

Nachmittags gehen wir bummeln und kehren in einem alternativen Cafe ein. Dort treffen wir Katja wieder. Wir essen gemeinsam zu Abend und verabreden uns für einen Ausflug am nächsten Tag.

Samstag 12.04. müssen wir leider packen. Unsere schöne Unterkunft ist nicht mehr frei. Wir ziehen nur ein Grundstück weiter – nicht ganz so schön, dafür so günstig, dass wir uns Einzelzimmer leisten können.

Um zwölf treffen wir uns mit Katja. Wir lassen uns von einem Fahrer zu den Sehenswürdigkeiten bringen, die wir zwei Tage zuvor wegen des Regens nicht mehr geschafft haben.

Die Elefantenhöhle Goa Gajah findet man in der Nähe von Ubut, Sie ist eines der ältesten Monumente Balis. Wie an allen Tempelanlagen und heiligen Stätten muss man mit einem Sarong bekleidet sein.IMG_9093 IMG_9091IMG_9099IMG_9100IMG_9104 (2)

Dann geht’s wunderschön durch die Reisfelder: IMG_9121Kaum sind wir an den Reliefs, die wir neulich schon besuchen wollten. angekommen und haben die ersten Souvenirshops hinter uns gelassen ( ätzend! ), fängt es erneut stark an zu regnen. Zum Glück kommen wir an einem ganz schönen Cafe vorbei, in dem wir die tropischen Güsse gemütlich aussitzen können.IMG_9133Wrap im Bananenblatt:IMG_9134IMG_9131

Später geht es dann über viele Stufen hinab in die Schlucht. Ich finde den Ort magisch und eindrucksvoll. Die Monumente stammen aus dem 11. Jahrhundert und waren der Bestattungstempel eines Königs und seiner FamilieIMG_9144IMG_9167IMG_9145IMG_9148

Schade nur, dass man sich erst einmal durch lange Reihen von Souvenirständen kämpfen muss. Man wird ständig angesprochen und soll kaufen, kaufen, kaufen. Das ist in Ubut genauso, dort kommen noch die vielen Taxi, Taxi Rufe dazu. Wenn man kein Interesse hat, sind die Menschen oft wenig freundlich. Wenn man nur einen Preis erfragen, aber nicht gleich kaufen möchte, können sie ziemlich wenig freundlich werden. Das war im Norden, wo es kaum Touristen gab, ganz, ganz anders!

Auf dem Rückweg hält unser Fahrer an einem Stand mir Drachenfrüchten. Diese sollen furchtbar stinken, aber wunderbar schmecken. Katja und ich kaufen eine Frucht und lassen uns ein kleines Stück geben. Leider müssen wir feststellen, dass diese Frucht genauso schmeckt, wie sie riecht: fett wie Philadelphia Doppelrahmstufe und geschmacklich wie faule Eier. Angeblich mögen Balinesen das Zeugs gerne – ich glaube eher, dass sich mit den Touris ein kleiner Spaß erlaubt wird. Der widerliche Geschmack im Mund bleibt uns noch für Stunden, auch Zähneputzen hilft nicht wirklich ……IMG_9176

Am späteren Nachmittag sind wir in unserem Hotel. Erst jetzt merke ich, wie schrecklich ich mein neues Zimmer finde. Alles ist spakig, feucht und stinkt. Seufz. Katjas Hotel hingegen hat uns ganz gut gefallen. Wir disponieren um und wechseln gleich morgen wieder das Quartier! Hier ziehe ich quasi ins Penthouse ….. ein Zimmer auf dem Dach, dass eigentlich nicht vermietet wird ( zu einfach ), aber eine tolle, fast private Rundumsichtterrasse hat!IMG_9194IMG_9198IMG_9205IMG_9220IMG_9210IMG_9219Wir genießen zwei Sonnenunter ( Bier ) – und zwei Sonnenaufgänge ( Kaffee ) – wunderbar! Leider muss ich feststellen, dass ich Ameisen im Bett und eine fette Kakerlake im Bad habe. Seufz. Trotz der schönen Aussicht ziehe ich nach zwei Nächten zwei Stockwerke tiefer in ein richtiges Zimmer.

Die nächsten Tage vergehen mit Shoppen, schön Kaffee trinken und lecker Essen gehen, Schwimmen  vorm Frühstück, zwischendurch, vor dem Abendessen und bei Vollmond ( Pool ), Spaziergängen im Reisfeld. All das kann man sehr gut in Ubut! Mir geht es leider nicht ganz so gut, ich bin zu schlapp für große Unternehmungen und hänge ein bisschen rum und durch. IMG_9248 (2)Schon von Bondalem aus wollte ich eine Tour auf den Vulkan Mt. Batur machen. Dafür steht man in der Nacht auf, lässt sich zum Berg bringen und geht mit einem Guide gegen vier los. Zum Sonnenaufgang ist man oben, bekommt ein kleines Frühstück und wandert dann zwei Stunden zurück. Zum zweiten Frühstück ist man dann schon wieder in der Unterkunft. Aufgrund der unklaren Wetterprognosen hatte ich diesen tollen Ausflug verschoben. Jetzt von Ubut aus könnte es klappen, wenn nicht …… meine Achillessehne Probleme machen würde. Ich habe Schmerzen, eine deutliche Schwellung und reichlich schlechte Laune. Zum Glück hat Corla Traumeel und eine elastische Binde dabei ( und verarztet mich mit selbigen jeden Abend sehr gekonnt ) – aber Vulkanbesteigungen kann ich wohl vergessen.

Mittwoch, 16.04. versuchen Corla und ich, im Internet eine Unterkunft auf Nusa Lembongan für die nächsten Tage zu finden. Irgendwann geben wir etwas genervt auf – das Internet ist total schneckig ( wenn es überhaupt geht ) und es ist nicht leicht, unsere verschiedenen Wünsche auf einen Nenner zu bekommen. Wir beschließen, erst vor Ort nach Unterkünften zu schauen.

Nachmittags gehen wir in das Agung Rai Museum of Art, das mir ausgesprochen gut gefällt.IMG_9254IMG_9252IMG_9257IMG_9260 (2)IMG_9265 (2)

Und wir haben Glück, wir können beim Tanzunterricht für Balinesische Tänze zuschauen. Der Meister tanzt vor und unterrichtet einige Kinder und Jugendliche. Die Unterrichtsmethoden sind nicht unbedingt mein Fall, aber die Tänze sind einfach entzückend. In der Museumsbroschüre lese ich später, dass hier auch einige Kurse für Touristen stattfinden…. Malen, Kochen, Holzschnitzen und Tanzen. Schade, morgen fahren wir weiter. Einen balinesischen Tempeltanzkurs hätte ich mir sonst nicht entgehen lassen ….IMG_9273IMG_9279IMG_9297IMG_9293

Abends gehen wir wie jeden Abend schön essen – in Ubut gibt es viele tolle Möglichkeiten. Seit wir den perfekten Warung ( einfaches Restaurant ) gefunden haben ( nett, günstig und superlecker ), probieren wir nichts anderes mehr aus – besser kann es einfach nicht werden!

Der letzte Ubut – Tag ist ein schöner Abschluss. Dieses quirlige und sehr touristische Städtchen hat mir gut gefallen. Mit mir bin ich dagegen nicht so zufrieden – ich hätte mir so viel mehr Interessantes anschauen können. Aber, und das weiß ich jetzt schon: Bali hat meine Neugierde auf Asien geweckt. Ich finde die Kultur spannend, die Religionen, die Sitten und Gebräuche – alles ist so fremd! Schade, dass ich mich mit den meisten Menschen nicht verständigen kann – ich würde gern so vieles fragen! Wer weiß, vielleicht lese ich mich ein bisschen schlau und komme irgend wann wieder?

Morgen geht’s nach Nusa Lembongan – einer kleinen Insel, südöstlich von Bali gelegen. Ich bin gespannt!

 

 

Bali 7 bis 11

Freitag, 04.04. möchten wir uns die Sekumpul Wasserfällen in der Nähe von Jagaraga anschauen. Unsere Unterkunft organisiert uns einen Fahrer. Gleich nach dem Frühstück geht es für Cordula, Willie und mich los. Wir fahren eine ganze Weile auf der Küstenstraße gen Westen, biegen irgendwo links in die Berge und kommen nach etwa 45 Minuten am Startpunkt an. Für den Fußmarsch in die Schlucht hinunter bietet sich sofort ein anderer Guide an ( unser Fahrer war angeblich noch nie da und außerdem soll es gaaanz viele Kreuzungen geben, für die man richtig gute Ortskenntnis braucht ). Wir nehmen es gelassen, sprich gerne an. Der Preise ist so gering, dass es für uns egal ist – und dem Mann hilft es sicher weiter.

So steigen wir zu fünft hinunter in die Schlucht. Es gibt einen tollen Aussichtspunkt, sehr (!) viele steile Stufen, eine Brücke, eine Flussdurchquerung und ein bisschen Kletterei über rutschige Felsen. Der Guide reicht uns jeweils sehr galant die Hand, um uns über die Steine zu helfen.IMG_8641IMG_8640IMG_8645Unser selbsternannter Guide 😉IMG_8655IMG_8657IMG_8658IMG_8664IMG_8666Die Wasserfälle sind sehr beeindruckend, besonders, wenn man direkt davor steht. Es ist unheimlich windig, ziemlich kühl und so feucht, dass wir innerhalb weniger Sekunden absolut nass sind. Zum Glück hab ich an eine Plastiktüte für meine Kamera gedacht. Ein Handtuch wär auch nicht schlecht gewesen……

Willie ist mutiger als Cordula und ich – er geht baden. Das sieht so aus:IMG_8671Nach dem wir durchs überkniehohe Wasser zurückgewatet sind,  gibt’s eine kurze Pause, in der wir unsere Wanderschuhe wieder anziehen und versuchen, uns ein bisschen abzutrocknen. Und dann geht’s wieder ( ziemlich schweißtreibend ) hinauf:IMG_8674Auf dem Rückweg werden wir an einem kleinen Restaurant vorbeigeführt – warum wundert mich das jetzt nicht? 😀IMG_8672IMG_8679IMG_8680Wir bestellen ein paar Kleinigkeiten und genießen die schöne Aussicht in den Wald. Dunkle Wolken kündigen bevorstehenden Regen an. Kurz bevor wir aufbrechen wollen, gibt es tropischen Schüttregen:IMG_8683Ich habe einen Regenschirm dabei, die anderen bekommen ein dekoratives Bananenblatt:IMG_8693Am Ausgangspunkt gibt es einen kleinen Shop und nett anzuschauende Menschen:IMG_8688IMG_8698Nachmittags ist eine Massage, Pool, Ausruhen und Sachenpacken angesagt. Morgen müssen wir die Anlage wechseln, das Mandala ist komplett ausgebucht – eine Tanztherapiegruppe aus Bremen kommt ……..

Am 05.04. ziehen wir also um – wir wohnen nur ein paar Anlagen weiter bei Tilly, einer pensionierten Schweizerin. Tilly führt zusammen mit der indonesischen Managerin Made Sri ein kleines Guesthouse mit 4 Zimmern. Sie lebt selber auch auf diesem Grundstück, zusammen mit Made Sri und ihrer Familie. Hier ist es ebenso schön, aber wärmer und familiärer. Die Hühner spazieren durch den wunderschönen Garten, und es gibt ein paar nette Kinder.IMG_8702IMG_8902 IMG_8701IMG_8762IMG_8778Und direkt hinter dem Garten sind Strand und Meer ……. IMG_8914IMG_8750Bei Tilly gibt es leider keinen Pool, aber in der Nachbaranlage darf ich schwimmen gehen. Das ist eine kleine und sehr feine Anlage unter russischer Leitung. Das ist zwar nicht so meins, weil zu blankpoliert, aber der Pool ist toll. Ich freu mich so, dass ich dort die Gelegenheit zum Bahnenziehen habe.IMG_8907

Das Meer begeistert mich hier leider weniger ( es ist übrigens nicht der indische Ozean, sondern die Bali – See ). Vielleicht bin ich von den letzten Monaten und den vielen Traumstränden in Neuseeland und auf Fidschi zu verwöhnt – ich mag hier einfach nicht reingehen. Schade.

Am späteren Nachmittag spazieren Cordula und ich in den Ort. Die Menschen sind meist nett und offen, die meisten grüßen und viele – besonders die Kinder – lassen sich sehr gerne fotografieren.IMG_8708IMG_8711Leider können wir uns kaum verständigen. Die wenigsten sprechen mehr als ein paar ( unverständliche ) Brocken englisch. Ihre Sprache ist balinesisch. Indonesisch lernen die Kinder als erste Fremdsprache in der Schule. Diese Frau hätte ich gerne gefragt, was sie gerade macht – ich kann nur ein Irgendwas mit Kokosraspeln erkennen. Leider können wir uns nur freundlich anlächeln …IMG_8712IMG_8713IMG_8714Je näher wir dem Ortskern kommen, desto dichter wird der Verkehr – vor allem Roller und Mopeds kommen hupend und für uns nicht ganz überschaubar aus allen möglichen Richtungen. Die Hauptstraße zu überqueren ist nicht ganz einfach 🙂

Es gibt viele besonders geschmückte Hauseingänge. Diese Tage sind besonders gut zum Heiraten, das haben wir schon gehört. Nur warum habe ich noch nicht so genau verstanden.IMG_8709Tempel gibt überall. Auch Opfergaben, um die Götter milde zu stimmen. Diese können ganz, ganz klein oder sehr groß sein. Religion und Zeremonien spielen im Leben der Balinesen eine sehr große Rolle.

IMG_8716IMG_8798Auch hier wird kein Picknick vorbereitet, sondern eine Opfergabe an einem kleinen Tempel. Nach einer Zeremonie können die Menschen die geweihten Opfergaben mit nach Hause nehmen und aufessen.IMG_8801 (2)Und das gibt es leider auch auf Bali: jede Menge Müll. Für uns Ersteweltmenschen ist das schwer auszuhalten – zumal der Müll auch immer mal wieder angezündet wird und ganz erbärmlich stinkt.IMG_8721Abends gibt es Essen bei und mit Tilly – balinesisch und total lecker.IMG_8722Am nächsten Morgen ( 06.04. ) stehe ich sehr früh auf, ich möchte die Markthalle in der Ortsmitte besuchen. IMG_8723Der Markt findet jeden Tag zwischen fünf und acht Uhr statt. Die Balinesen sind dem Klima und dem Tageslicht entsprechend Frühaufsteher. Der Markt ist nett und ganz überschaubar. Ich sehe viele Sachen, bei denen ich noch nicht einmal im Ansatz einordnen kann, was es ist …….IMG_8736 (2)IMG_8727 (2)IMG_8729IMG_8730Hier weiß ich es: links liegen Mangostin ( superlecker ), rechts Schlangenfrüchte. IMG_8733Ja, und das ist wohl ein Fisch 😀IMG_8738Zum Frühstück bin ich wieder zurück. Am Vormittag möchte ich mir ( mal wieder ) die Haare schneiden lassen. Made Sri fährt mich auf ihrem Roller zu einem Friseur- und Schönheitssalon ins Nachbardorf Tejakula. Die Fahrt ist ein nicht ganz ungefährliches Abenteuer ……IMG_8777

Das ist Made Sri. Mir ihr als Modell kann ich ungefähr erklären, wie ich meine Haare geschnitten haben möchte:IMG_8759IMG_8773IMG_8767 (2)Das Ergebnis ist ganz okay, bezahlen muss ich unschlagbare 25000 Rupien ( = 1,50 € ) Dafür sieht es super aus 😉IMG_8792 (3)Made Sri lässt sich noch ein bisschen das Gesicht pflegen, ich vertreibe mir die Wartezeit mit den Stylingbeispielen für Brautpaare:IMG_8769IMG_8776Corla hat inzwischen ihre Füße im Mandala Spa machen lassen. Nachmittags müssen wir unsere Weiterreise organisieren und uns von dem ganzen Stress erholen …… es gibt Meer und Pool, viel Rumliegen und ein sehr leckeres Abendessen für uns.

Montag, 07.04. möchten wir eine Tour zu dem einzigen buddistischen Tempel auf Bali, Brahma Vihara – Arama machen. Made Sri’s Mann Nyaman fährt uns. Auf dem Hinweg halten wir in Singaraja, der nächsten etwas größeren Stadt. Wir müssen dringend Bargeld ziehen. In den kleineren Orten wie Bondalem gibt es keine Bankautomaten. Anschließend schauen wir ein bisschen auf den dortigen Markt.IMG_8806 IMG_8811 IMG_8814 IMG_8818Es sieht alles toll aus – die superheiße, stickige Luft und der nicht immer besonders gute Geruch kommen auf den Fotos leider nicht so rüber 😉

Jetzt verstehen wir endlich, warum die Kinder nicht vom Roller fallen ….. und viele Kinder auf den Mopeds sind noch viel, viel kleiner als dieses hier.IMG_8817

In Lovina, einem Touristenort an der Nordküste gibt es einen ….. nein, keinen Cappuchino, sondern einen leckeren Balikaffee für uns. Cappuchino steht zwar überall auf der Karte, leider ist meistens gerade die Kaffeemaschine kaputt gegangen ……IMG_8821Nach der Pause geht’s zum Tempel. Vor dem Tempel muss man ( also die Touristen ) sich mit einem ( geliehenen ) Sarong verhüllen.IMG_8825Die Anlage strahlt unglaublich viel Ruhe und Gelassenheit aus.IMG_8831IMG_8851IMG_8849IMG_8870IMG_8852 Im Tempel treffen wir ein balinesisches Brautpaar, dass sich gerne ( mit mir ) fotografieren lässt.IMG_8838IMG_8839An einem überdachten Liegeplatz ruhen wir uns ein bisschen aus. Ich finde es so friedlich hier, dass ich doch glatt einschlafe. Vielleicht ist es auch die Hitze, die mich heute ziemlich schlaucht.

Später gehen wir in einen der kleinen Warungs, in denen man sehr günstig essen kann:IMG_8873Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz in einem französischen Supermarkt vorbei – ich brauche ein paar Kosmetikartikel. Wieder in Bondalem angekommen, reicht es noch für ein paar Bahnen in Nachbars Pool.

Am nächsten Morgen will ich wieder früh raus. Ich möchte mit den Kindern zusammen zur Schule gehen. Gastgeberin Tilly hat das mit ihnen besprochen und mir versichert, dass ich einfach und ohne Anmeldung mit in die Schule gehen kann. Kurz vor sieben geht’s los. IMG_8877IMG_8881In der Schule versammeln sich alle Kinder auf dem Schulhof und spielen. Um halb acht gibt es einen Gong und eine Morgenandacht. Ich spreche ein paar Lehrer an, um mich anzumelden, englisch spricht leider niemand. Ich versuche zu erklären, dass ich gerne eine Unterrichtsstunde in der fünften Klasse sehen möchte.IMG_8886IMG_8888Nach der Andacht geht jeder Schüler und jede Schülerin in seine/ihre Klasse und wartet auf den Lehrer. Manche Klassen müssen ziemlich lange warten, so gegen acht fängt der Unterricht überall an. Ist das nicht eine schöner Klassentür?IMG_8889Die Lehrerin, auf die ich warte, kommt als Letzte und ist wenig begeistert, mich zu sehen – ich darf aber trotzdem mit und ein paar Fotos machen. IMG_8894IMG_8898Der Unterricht ist ganz schön und recht lebendig. Ich verstehe kein einziges Wort und habe erst nach einer halben Stunde rausgefunden, dass es sich ( wahrscheinlich ) um verschiedene Gesteinsarten handelt.IMG_8896Mein kleiner Ausflug ist sehr nett. Trotzdem: so gegen neun reicht es mit Schule auch schon wieder. Ich verabschiede mich höflich und muss der Lehrerin noch schnell versprechen, ihr die Fotos auch ganz bestimmt zu  mailen. Ich freu mich auf mein Frühstück und auch darüber, dass ich noch viereinhalb Monate Schulgebäude eher von außen zu sehen bekomme ( wenn überhaupt ).IMG_8901Der restliche Tag dümpelt tropisch vor sich hin. Ein Tag bleibt uns noch für Bondalem, dann heißt es Sachen packen.

Oceanview with Liegestuhl ( Bali Tag 1 – 6 )

Am 29.03. fliege ich gegen Abend sechs Stunden lang von Sydney nach Denpasar auf Bali. Der Flug verläuft problemlos, und da das Flugzeug lange nicht ausgebucht ist, kann ich mich über drei Sitze hinweg ausstrecken und ein bisschen schlafen.

Die Einreisekontrollen ( Visaausstellung, Passkontrolle und Gepäckkontrolle ) dauern so ihre Zeit, aber ich habe Glück, der Fahrer meines Hotels hat auf mich gewartet, obwohl eigentlich nur bis 22.00 Uhr abgeholt wird. Trotz der späten Stunde hilft er mir, einen Geldautomaten zu finden, aus dem ich auch Geld ziehen kann. Das ist nicht ganz einfach, auch an die Währung muss ich mich gewöhnen: 100.000 Rupien sind etwas 6,30 € – da werd ich wohl mal wieder richtig rechnen müssen ….

Das Hotel liegt etwa 10 Fahrminuten vom Flughafen entfernt und ist ganz schön – so viel Komfort mit eigenem Bad und Balkon für so wenig Geld bin ich gar nicht mehr gewöhnt 😀IMG_8384

Am nächsten Morgen bestell ich mir ein Taxi und lass mich zu der Hotelanlage fahren, in der Cordula und ich bis zum Dienstag ausharren müssen. Hier wird am 31.03. null Uhr bis zum 01.04. sechs Uhr Nyepi, das balinesische – hinduistische Neujahrsfest, oder auch das Fest der Stille begangen. Der Tag ist der Meditation gewidmet – niemand verlässt das Haus, alles ist geschlossen, sogar der Flughafen. Die Touristen dürfen nicht das Hotelgelände verlassen, auch nicht an den Strand. Cordulas Flugzeug ist eines der letzten, das noch landen darf.IMG_8386

Damit wir einen schönen ersten Tag haben und uns nicht so eingesperrt fühlen müssen, haben wir uns ein eher luxeriöses, weitläufiges Hotel mit einem großen Pool ausgesucht. Den Tag verbringe ich mit Schwimmen, Schlafen, Ausruhen. Gegen Abend geh ich im Hotelrestaurant noch was essen. Ich suche mir Sate – Spieße aus, die mir mit kleinem Holzkohlengrill serviert werden:IMG_8388Das Essen ist köstlich, der kleine Grill sorgt dafür, dass mir noch wärmer wird, als es mir sowieso schon ist, Später schlendere ich ein bisschen und fotografiere.IMG_8396IMG_8414IMG_8404IMG_8402IMG_8428 (2)Ja, und dann ist es endlich soweit. Mit dem Hotelfahrer habe ich mich für acht verabredet, um gemeinsam mit ihm Cordula abzuholen. Zwar weiß er das abends nicht mehr, lässt sich aber überzeugen und so kommen wir pünktlich zum Flughafen. Zur Abwechslung ist es mal ganz schön, nicht anzukommen, sondern jemanden abzuholen!IMG_8431

Die Rückfahrt dauert eine Weile, obwohl das Hotel wirklich nur ein paar Minuten vom Flughafen entfernt ist. Im Parkhaus hat sich jemand direkt vor das Hotelauto gestellt, wir können nicht weg. Kurzerhand werden ein paar Wachmänner geholt, um den störenden Wagen trotz Gang und Handbremse ein paar Meter wegzuwuppen. Problemlösung auf Indonesisch! Im Hotel macht Cordula sich kurz frisch, und dann gibt’s noch ein Willkommensbier an der Hotelbar.IMG_8432Den nächten Tag verbringen wir gezwungenermaßen, aber nicht ungern, ausschließlich in unserer Anlage. Es gibt Schlimmeres 🙂

Auch Hasi schwelgt im Luxus und wird vom Zimmerservice besonders liebevoll plaziert 🙂IMG_8436 (2)Das Abendbuffet habe ich für 19 Uhr vorbestellt. Wir kommen fast pünktlich ( 19.10 ), werden sehr erstaunt angeschaut, weil wir jetzt erst kommen und können nur noch hektisch alles mögliche auf den Teller schaufeln. 19.20 wird abgeräumt, 19.30 werden alle Lichter ( auch die in der Gartenanlage ) abgeschaltet. Wir bleiben auf der Restaurantterrasse, trinken unseren Wein in Ruhe aus und bewundern den Sternenhimmel, den man jetzt so toll sehen kann. Ganz Bali ist stockfinster!  Mit Taschenlampe und Handy finden wir später gut zum Bungalow zurück, im Zimmer selber dürfen wir Touristen das Licht glücklicherweise anschalten.

Im Laufe des nächsten Vormittags werden wir von einem Fahrer abgeholt. Wir haben für einige Tage eine Unterkunft im Norden der Insel gebucht. Wir holen noch Herrn Willie aus einem anderen Hotel ab, dann geht’s los. Ist doch ein bisschen was anderes als Neuseeland! 😀IMG_8491 IMG_8513 (2)Die Fahrt ist etwas gewöhnungsbedürftig: viel Verkehr, unglaublich viele Roller und Mopeds, viele knappkantige Überholmanöver, viel Gehupe …..

Aber auch hier gibt es Breaks. Der Fahrer schlägt vor, an einer kleinen Kaffeeplantage zu halten. Gesagt, getan. In der Plantage werden kleine Touristengruppen durch den schönen Garten geführt und ein ungewöhnliche Herstellungsverfahren erklärt: Die rohen Kaffeebohnen werden von  Mungos gefressen, im Magen fermentiert und später wieder ausgeschieden. Das ganze nennt sich Luwak Kaffee.IMG_8444IMG_8468IMG_8442 IMG_8450Die Mungos werden etwa 16 Jahre alt, müssen ihr ganzes Leben Kaffeebohnen fressen und in kleinen Käfigen leben. Sie tun mir ein bisschen leid, ebenso wie die anderen ( Käfig ) Tiere hier. Die mindestens handtellergroße Spinne wiederum hat sicher ein nettes Spinnenleben 😀IMG_8487IMG_8455Das sind die Produkte der Mungos, also die verdauten Kaffeebohnen. Nach dem Trocknen werden sie zu Kaffee weiterverarbeitet. Wir dürfen mal schnuppern – da stinkt nichts!IMG_8463

Am Ende des Rundganges dürfen wir die verschiedenen Produkte ( Kaffee, Kakao, Zitronengrasstee und Ingwertee ) probieren. Nur den teuren Luwak – Kaffee gibt’s leider nicht zum Probieren. Anschließend werden wir natürlich in einen kleinen Shop geführt, wo wir alle Produkte kaufen könn(t)en.IMG_8469IMG_8476IMG_8479Die Fahrt geht weiter bis zum nächsten Break: der Fahrer schlägt vor, an einem Restaurant mit Vulkanview zu halten. Wir haben Hunger und sind einverstanden. Das Essen ist okay, nicht überragend, der Blick allerdings unschlagbar:IMG_8503 IMG_8509 (2)Nach dem Essen geht die abenteuerliche Fahrt weiter gen Nordküste. Irgendwann am späteren Nachmittag kommen wir ziemlich verschwitzt im Mandala an. Gegen der ersten Durst reicht man uns jeweils eine frische Kokosnuss: IMG_8522Schön ist es hier! Die Anlage ist direkt am Meer, und es gibt einzelne Bungalows, die verstreut im Garten liegen. Das Publikum ist eher alternativ und rein deutsch. Auch einige der Angestellten sprechen ein paar Brocken deutsch. Den Titel dieses Beitrages hab ich bei einen von ihnen geklaut 😀IMG_8526 IMG_8528IMG_8530 IMG_8537 IMG_8543IMG_8542 IMG_8544 IMG_8538Wir versuchen, ein bisschen anzukommen, und verbringen den restlichen Nachmittag in dem kleinen Pool mit fantastischer Aussicht auf den indischen Ozean. Direkt im Meer zu schwimmen ist nicht ganz so einfach, der Strand ist steinig und voller scharfkantiger Korallen. Das Wasser ist leider ( nur heute ? ) schmutzig und nicht besonders einladend.

Am nächsten Tag nehmen wir an der Yogastunde bei Gabi teil, buchen beide eine einstündige Massage ( Corla balinesisch, ich LomiLomi ) und lassen es ansonsten ruhig angehen. An das Klima müssen wir uns beide noch gewöhnen – es ist heißheißheiß! Die Schlafzimmer haben anders als in dem Nobelhotel der ersten beiden Nächte keine Klimaanlage, es ist stickig, besonders gut geschlafen habe ich nicht. So bin ich ganz froh, dass unser Programm eher relaxed ist.

Donnerstag, 03.04. klingelt der Wecker um fünf Uhr morgens. Wir haben eine Delfin – Tour gebucht. Noch im Dunkeln steigt man in eins der schmalen Fischerboote am benachbarten Strand. Es können pro Boot nur zwei Passagiere mitfahren, von unserer Anlage sind drei Boote mit dabei. Langsam wird es dämmerig. Es ist schon toll, den Sonnenaufgang auf dem Meer zu sehen!IMG_8569IMG_8574Das ist eine Opfergabe für die Götter ( ich dachte eher an  ein Seezeichen …… )IMG_8592Fuß an Meer 😉IMG_8596Es sind sechs Boote aus den verschiedenen Anlagen unterwegs, alle auf der Lauer. Wo sind die Delfine heute?IMG_8611 Sobald sich irgendwo in der Ferne eine Schwanzflosse zeigt, geben alle Gas. Nach einer Weile finden wir sie – eine ganze Familie ist unterwegs. Es sieht unheimlich schön aus, wie sie in der Gruppe zusammen schwimmen und meist gleichzeitig auftauchen. Einer ist ganz übermütig, springt sehr hoch und zeigt uns seinen Bauch 🙂 Leider ist das alles schwer zu fotografieren. Ich knipse 50mal nur Wasser, einmal gelingt es zumindest im Ansatz: IMG_8616Nach gut zwei Stunden treten wir die Heimfahrt an. Die Sonne ballert inzwischen gnadenlos vom Himmel, wie gut, dass ich nicht schiffbrüchig bin und bald in den Schatten darf ….IMG_8627Kurz vorm Ankommen haben wir noch einen schönen Blick auf unsere Anlage. IMG_8632 IMG_8638Das ist der Fischer, mit dem wir gefahren sind:IMG_8639Ich freue mich aufs Frühstück und schlage gut zu. Nach dem Frühstück suchen wir eine neue Unterkunft  – Samstag müssen wir leider umziehen. Wir finden telefonisch eine Möglichkeit in der Nähe. Potok, ein Angestellter, fährt mich eben mit dem Moped vorbei. Schön, mal aus der Anlage rauszukommen und ein kleines bisschen ins echte Leben einzutauchen.

Nachmittags lass ich mich zwei Stunden lang bei einer Ayurvedischen Massage ins Nirwana massieren. Der restliche Tag zieht recht relaxed an mir vorbei …..