Archiv des Monats: Dezember 2013

Ich träume ……

Am 22.12. reise ich dann also von Nadi nach Nacula Island ( Yasawas ). Der Yawasas – Katamaran hat jede Menge Touristen geladen, die auf verschiedene Inseln bzw. in verschiedene Urlauberresorts  gebracht werden. Über die Feiertage ist hier Hochsaison, es gibt viele Gäste aus Australien und den USA, aber auch aus Europa. Und viele Backpacker, die hier zwischen Neuseeland, Australien und/oder Asien Station machen und sich ein bisschen ausruhen wollen. Das Publikum auf „meiner“ Insel ist sehr angenehm, eher ruhig, Paare, Einzelreisende, Familien und auch Menschen über dreißig 😉

Befürchtet hatte ich viele betrunkene Australier und jede Menge  ganz, ganz junger Backpacker; aber die sind wohl alle anderswo. Hier jedenfalls nicht ( Glück gehabt! )IMG_4114 Mitunter sind die Inseln richtig niedlich so wie diese hier ( so hab ich früher immer Inseln gemalt, lustig, dass es das genauso gibt ) :IMG_4083Ich bin ganz froh, dass meine Insel ein bisschen größer ist, immerhin möchte ich elf ganze Tage bleiben. Hoffentlich wird es nicht zu  langweilig, nur am-Strand-brutzeln-und gelegentlich-wenden ist ja nicht so meins.

Anlegen kann der Katamaran nicht, man wird mit einem kleinen Boot abgeholt und an Land gebracht. Ich hab ja noch von den Galapagos so meine Erinnerungen und habe alle meine Sachen doppelt in Plastik verpackt … diesmal geht aber alles gut.IMG_4095 IMG_4115IMG_4113Wir werden schon am Strand herzlich empfangen und in unsere jeweiligen Unterkünfte gebracht. Ich wohne im Schlafsaal mit sieben anderen, meist englischsprachigen Menschen.

Der Raum ist groß, luftig, klimatisiert. Auch hier liegen jeden Tag frische Hibiskusblüten auf dem Bett, meins ist das ganz hinten rechts ( Glück gehabt! ). Handtuch und Strandlaken gibt’s mit dazu. IMG_4124IMG_4123Ich zahl gut 15€ pro Tag, dazu kommen 35€ für die Vollpension. Die muss man hier nehmen, eine andere Möglichkeit satt zu werden, gibt’s nicht ( es sei denn, man geht Fische angeln und Papayas pflücken ….)

Superschöne kleine Häuschen, die besten in erster Reihe direkt am Stand, gibts auch, aber ( für mich ) eher unbezahlbar. Macht nichts, ich bin sehr zufrieden, wie es ist.

Die Anlage ist wirklich schön – direkt am Strand gelegen und sehr klein, vielleicht sind insgesamt 50 Gäste hier, die sich auf wundersame Weise über den Tag so verteilen, dass ich mich sehr exklusiv fühle.  IMG_4138 IMG_4126 IMG_4127Mittelpunkt ist der Bar/Restaurantbereich, wie alles andere mehr oder weniger direkt am Strand. Wasser kann man sich holen, soviel wie man will, alles andere hat seinen Preis und möchte langsam genossen werden.IMG_4137Das Wasser ist superwarm, man kann den ganzen Tag rumdümpeln, ohne zu frieren …. Wellen gibt’s leider kaum, dafür sorgt ein vorgelagertes Riff – also eher Badewanne als Surfertraum! IMG_4177 IMG_4179Und manchmal sieht man auch ein paar Einheimische außerhalb der Anlage ….. das sind dann aber Angestellte auf dem Heimweg. Mit dem eigentlichen Fidschi hat das Leben hier nur sehr wenig zu tun, und meine Art, Urlaub zu machen, ist das nicht wirklich. Genießen kann ich es  trotzdem, ist ja nicht für ewig. Abhängen ist angesagt und tut mir sehr gut. Ich muss mich um nichts kümmern, werd hervorragend bekocht und hab immer einen schönen Blick aufs Meer.IMG_4236Und dann mache ich was, was ich noch nie ausprobiert habe: ich gehe mit auf Schnorcheltour. Auf den Galapagos konnte ich wegen der fehlenden Kontaktlinsen nicht, dank Neele bin ich damit inzwischen gut versorgt. Am Tag zuvor geht der Guide zum Üben mit mir in den Pool, am nächsten Tag fahre ich mit zu einem Korallenriff raus. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, aber ganz schnell absolut hin- und weg. Da tun sich völlig unbekannte Welten auf – schade nur, dass ich keine Unterwasserkamera habe. Für die nächsten Tage leihe ich mir Flossen, Brille und Schnorchel aus – das Schnorcheln lohnt sich auch schon direkt am Strand. Unglaublich, keine zwei Meter von der Wasserkante schwimmen die buntesten Fische – hey, das ist ja wie bei Nemo!

Weihnachten wird hier mit viel Spaß zelebriert, die Mitarbeiter sind rührend bemüht, lustig und richtig aufgeregt. Das Essen ist bombastisch. Es fehlen weder Weihnachtsbaum, Deko noch die üblichen Weihnachtslieder, die an der Bar den ganzen Tag dudeln. Für jeden liegt ein kleines Geschenk auf dem Bett, für die Kinder kommt der Weihnachtsmann per Boot angefahren, der Schlitten funktioniert hier wohl nicht so gut …… IMG_4328IMG_4314Und so sah das Menü am ersten Weihnachtstag aus:IMG_4320 IMG_4322IMG_4338 IMG_4340Und das gab’s auch:IMG_4335 IMG_4336 IMG_4337

IMG_4278Gegessen wird hier also reichlich und supergut, und das nicht nur zu Weihnachten. Mich zurückzuhalten fällt nicht immer ganz leicht, und ich beneide die jungen Männer, die Unmengen in sich reinschaufeln können, ohne zuzunehmen.

Ein paar Mal wandere ich ( ziemlich schweißtreibend ) auf den angrenzenden Berg, der eine wunderbare Aussicht auf die Insel bietet.

IMG_4288IMG_4412 (2) IMG_4407 IMG_4402 IMG_4413Das ist das Resort von oben:IMG_4417Und am zweiten Weihnachtstag gibt es einen ungewöhnlich schönen Sonnenuntergang:IMG_4366 IMG_4378 IMG_4388 IMG_4397Und so sieht es aus, wenn man in die andere Richtung schaut – ich bin nicht die einzige, die gerne Sonnenuntergänge fotografiert: IMG_4372Einen Tag später nehme ich an einer kleinen Tour teil- mit dem Boot geht’s ins nahegelegene Dorf. Dort werden wir herumgeführt, bekommen Erklärungen, können fotografieren und Souvenirs einkaufen. Ich weiß, dass die Menschen hier davon leben, trotzdem komme ich mir vor, als spaziere ich durch einen Zoo und fühle mich extrem unwohl.IMG_4442IMG_4430IMG_4433 IMG_4439IMG_4444 IMG_4456IMG_4448IMG_4451IMG_4457IMG_4436Einen Tag später esse ich netterweise mit dem jungen Hotelmanagerpaar, sie aus Neuseeland, er aus Uruguay, zusammen zu Abend. Mit ihm unterhalte ich mich lange auf Spanisch, er berichtet viel von der Entstehung dieser Hotelanlage. Diese gibt es erst seit vier Jahren und versteht sich als Projekt, in dem die Leute hier vom Dorf ausgebildet werden und arbeiten können. Das Hotel zahlt die schulische Ausbildung der Kinder, kümmerst sich um die medizinische Versorgung, besonders um den Zahnarzt, und gibt den Leuten eine verlässliche  Arbeit. 90% der Mitarbeiter hier stammen direkt aus dem Dorf, es gibt keine Familie, die nicht ein Einkommen vom Hotel bezieht. Vor vier Jahren gab es hier keine Infrastruktur, keinen Strom, keine ärztliche Versorgung, keine weiterführende Schulbildung, kein nichts ( in unserem Denken )

So ist mein schlechtes Gewissen, hier wie die Made im Speck ( auf Kosten der Einwohner ) zu leben, etwas beruhigt. Heute ist Sonntag, wenn man möchte, kann man mit dem Boot ins Dorf fahren, um in die Kirche zu gehen. Das schau ich mir mal an!IMG_4248

 

Ankunft auf Fidschi

Die vier Tage in Auckland gehen schnell vorbei. Roger bringt mich sehr lieberweise am sehr frühen Morgen ( 20.12 ) zum Flughafen. Der Flug ist nicht besonders angenehm, es gibt Turbulenzen, auch die Landung fällt etwas härter aus. Dafür ist die Begrüßung am Flughafen umso netter 🙂IMG_4003

Schon im Flughafengebäude schlägt mir die tropisch schwüle Luft entgegen, die Passkontrollen verlaufen dem Klima angepasst, also seeeeeeeeeeeeeehr langsam 🙂

Irgendwann bin ich durch die Kontrollen durch, dann werde ich mit Namensschild erwartet ( das ist vielleicht toll! ) und zu meiner Unterkunft gebracht. Hier bleibe ich für zwei Nächte, bevor es zu meinem Weihnachts- und Silvesterquartier auf die vorgelagerte Yasawas – Inselgruppe geht.

Mein Zimmer ist schön, das Hostel sehr okay, die Leute nett, der Strand in der Nähe, aber nicht  schön, weil schmutzig. Na, macht nichts, ich bin ja bald am Traumstrand …. hoffentlich! Ich schau mir ein bisschen die nähere Umgebung an,IMG_4004IMG_4006 Unterhalte mich ne ganze Weile mit ein paar Deutschen und geh gegen Abend ein Bier trinken. Hier ist eigentlich nicht die beste Reisezeit, es kann Stürme und jede Menge Regen geben – und heute regnet es auch schon. Tropische Regengüsse sind sehr heftig, aber auch schnell wieder vorbei!

Abends esse ich im Hostel zusammen mit den anderen, das Essen ist richtig gut, das hatte ich gar nicht so erwartet. Mücken gibt’s leider richtig viele, nach einem Tag bin ich total zerstochen.

Am nächsten Morgen muss ich früh raus, um den Bus nach Nadi zu erwischen. Ich sollte sehen, dass ich an Bargeld komme, auf den Yasawas gibt es keine Geldautomaten. Die Scheine hier gefallen mir so gut:IMG_4015

Ich schlendere ein bisschen durch Ort und Markthalle.IMG_4041Das ist ein Fahrkartenschalter: IMG_4022 (2)Die Menschen hier sind angenehm, fröhlich, aufgeschlossen, aber nicht aufdringlich. In Ecuador war es sehr schwierig, auf den Märkten zu fotografieren, die Indigenen mochten das nicht. Hier kann ich so viel fotografieren wie ich möchte, die Leute freuen sich eher darüber.IMG_4024IMG_4033IMG_4038IMG_4029 (2)

Mittags fahr ich zurück, die Busfahrt ist auch schon ein Erlebnis.IMG_4046

Den  sehr heißen Nachmittag verbringe ich im Pool, am Pool, auf dem Bett…. ich lese, schlafe, dümpele faul rum – und werde immer träger. Ich wundere mich darüber, wie schnell ich in diesem Modus bin. Liegt wohl am Klima und vielleicht auch daran, dass ich schon so lange unterwegs bin. Schon interessant, was Orte mit einem machen. In Buenos Aires z.B. werd ich immer so geschäftig ……

Gegen Abend geh ich an den Strand, hol mir ein Bier, schmeiß mich auf die nächste Liege und schaue der Sonne beim Untergehen zu. Alle Menschen, die mir begegnen, grüßen sehr freundlich und sind total entspannt, auch die Touristen ….. muss irgendwie mit der Südseeluft zu tun haben 🙂

Und ich erlebe noch einen hinreißenden Abend. Es wird an einem langen Tisch groß eingedeckt, ein Drink gereicht, sehr schön gegessen.IMG_4059 Die Männer des Hauses sitzen in einer Runde auf einer Bastmatte, und bereiten Kawa vor ( ein Getränk, für das kleingestampfte Wurzeln zusammen mit Wasser durch ein Tuch gepresst werden ). Kawa ist alkoholfrei, soll aber berauschend und beruhigend wirken. Ich versuche, merke aber nichts.IMG_4053Es gibt eine Kawazeremonie, reihum wird der Sud aus einer Schale auf Ex getrunken. Die Hausgäste dürfen teilnehmen, dazu gibt es wunderbare ( Südsee- ) Hausmusik mit Gesang. Nein, was ist das schön! ( und im Hintergrund blinkt und glitzert der künstliche Tannenbaum … den Abend werd ich nie vergessen! )IMG_4067

Ich freu mich auf die Weiterreise mit dem Schiff am Vormittag, Strand und allerfaulstes, etwas dekadentes Urlauberleben ….. wer schauen mag, wo ich dann bin:

www.bluelagoonbeachresort.com.fj

Die Fahrt mit dem Yasawas – Flyer dauert fast fünf Stunden und ist wunderschön. Immer mal wieder wird an einer Insel angehalten, um Urlauber ab- oder zuzuladen. Irgendwann bin ich am Ziel. Hey, ich bin im Paradies gelander!IMG_4126Mehr Bilder gibt’s in den nächsten Tagen Fürs erste schöne Weihnachten für Euch!IMG_4143

 

 

Alles anders …….

Samstag, 14.12. gibt es viel Zeit zu überbrücken – mein Zimmer muss ich vormittags räumen, der Flug geht erst spät am Abend. Leider noch viel später als geplant – fast schon beim Boarden wird beschlossen, dass ein neues Flugzeug her muss. Seufz. Dafür ist der Flug wunderbar ruhig, die meiste Zeit kann ich, weil doch sehr müde, einfach verschlafen. Und diesmal gibt es bei LAN auch was zu essen …..

13 Flugstunden später ( wie sich die Relationen verschieben ….. das kommt mir gar nicht mehr so lang vor ) lande ich in Auckland und reibe mir verwundert die Augen – was ist der Flughafen großzügig und …. sauber! Die  Grenzformalitäten sind schnell überstanden ( hier müssen Hunde jedes Gepäckstück auf Lebensmittel abschnüffeln, die darf man nicht mitbringen, außerdem muss ich mittels Ticket nachweisen, dass ich bestimmt wieder gehe ), abgeholt werde ich von Roger. Den Kontakt hat mir Gudrun vermittelt, und ich freu mich so, dass ich für die ersten Tage eine Familie habe.

Roger war vor vielen Jahren als Austauschschüler in Deutschland und spricht gut Deutsch. Er lebt mit seiner Frau Miriama und zwei seiner erwachsenen Kinder, einem Schwiegerkind sowie Besuch aus Hawaii in einem schönen Haus in Auckland.IMG_3927IMG_3929Hier gibt’s Bananen im Garten!IMG_3928Es ist noch früh am Morgen, ich bekomme einen Kaffee, kann schnell duschen, meine Sachen in die Wäsche geben und fahre mit Roger in die Innenstadt. Auckland ist schön, es gibt viel Grün und natürlich ganz viel Wasser!

An manches muss ich mich gewöhnen …. der Linksverkehr – ein paar Mal laufe ich fast vor ein Auto. Und ja, alle sprechen hier englisch, hilft nix, jetzt muss ich auch 😉

Anderes fällt sehr angenehm auf, ich fühle mich absolut sicher und habe nicht das Gefühl, dass ich besonders auf meine Sachen aufpassen muss. Alles ist gepflegt. Die Menschen sind entspannt, freundlich und absolut hilfsbereit. Autos halten an, wenn man über die Straße möchte. In der Bahn wird nicht gedrängelt, stattdessen bietet man sich gegenseitig einen Platz an. Heute bin ich dabei, als im Zug jemand einen epileptischen Anfall hat. Alle helfen.

Ich mache einen Spaziergang durch die Innenstadt und staune so vor mich hin. Es kann doch nicht sein, dass man nach ein bisschen fliegen einer komplett anderen Welt landet ….. obwohl es so schön ist, bedrückt mich der offensichtliche Wohlstand, der mir nach vier Monaten Südamerika sehr auffällt. Die Welt ist so ungerecht …..IMG_3884 IMG_3885IMG_3855IMG_3867Und irgendwo gibt’s zweites Frühstück: german Pretzel ( freu! ) und ein Cappuchino 🙂 IMG_3858Natürlich muss ich auf den Skytower, um mir einen Überblick zu verschaffen. Bevor man eine Karte kaufen kann, muss man sich zunächst durch reichlich Andenkenläden arbeiten. Der Eintritt zum Skytower kostet schlappe 28 NZ-Dollar ( 17€ ) ….. nun gut, ich weiß ja, dass ich mich hier auf ganz andere Preise einstellen muss.

Die Aussicht lohnt sich!IMG_3894 IMG_3900 IMG_3901Das ist durch eine der gläsernen Bodenplatten hindurch fotografiert – schon seltsam, aus 220 m Höhe gerade herunterzuschauen.IMG_3910Ich bin unheimlich müde, die Zeitumstellung macht mir arg zu schaffen ( 16 Stunden Unterschied zu Santiago ). Versuche aber, auch den Nachmittag und Abend durchzuhalten, um mich möglichst schnell zu gewöhnen.

Abends gibt es selbstgemachte Hamburger. Nico, der Freund der Tochter, steht am Grill, gegessen wird gemeinsam auf der Terrasse :IMG_3930IMG_3932Und ich genieße die Gesellschaft und das leckere Essen!

Am nächsten Morgen mache ich mich auf nach Devenport, das man mit einer Fähre ganz schnell erreichen kann – ach, ist es schön hier. Leider hab ich meine Kamera vergessen. Am nächsten Tag mache ich die gleiche Tour für ein paar Bilder noch einmal, diesmal macht der Akku schlapp. Seufz.  Soll wohl nicht sein. Für einige Fotos hat es aber doch noch gereicht:IMG_3963 IMG_3972 IMG_3977 IMG_3985Dieses Foto pack ich nur dazu, weil ich angemahnt worden bin, doch mehr Bilder von mir in den Blog zu stellen 😉 IMG_3989 (2)Dienstag Nachmittag schau ich noch in das grandiose Wynyard – Hafenquartier, sehr schick, supertoll. Ist für die Rugby – Weltmeisterschaft 2011 neu angelegt worden. Vielleicht gehe ich zum Fotografieren noch mal vorbei – lohnen würde es sich!

Die Auckland Art Gallery lohnt sich ebenso – am meisten begeistert mich das Gebäude, das auch zu 2011 komplett umgestaltet wurde! Der Eintritt ist frei, Kunst ist für alle da 🙂IMG_3953 IMG_3948 IMG_3947Aber auch die Exponate sind sehenswert, die modernen Neuseeländer gefallen mir besonders gut:IMG_3943 IMG_3944IMG_3939IMG_3936Und hier geh ich heute Abend hin: im Café Limon direkt am Hafen wird Tango getanzt!IMG_3958Und das ist  richtig nett, klein, fein, gemütlich Ich werde schnell von zwei Frauen an den Tisch gebeten, es ist leicht, hier mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Eine ist eine Deutsche, die schon sehr lange in Neuseeland lebt. Zum Tanzen komme ich erst etwas zögerlich, später aber umso besser. Nur gut, dass ich meine Schuhe mitgenommen habe! !

 

 

Santiago de Chile und Abschied von Südamerika

Die „Reisepause“ in Buenos Aires war genau das, was ich gebraucht habe – zwölf Tage nichts als Tangotangotango ….. Ich hatte hinreißende Begegnungen und viele sehr, sehr schöne Tänze.

Keine Ausflüge, keine Besichtigungen, kein Fotografieren, kein Blog – auch das war ganz erholsam.

Aber alles ist einmal vorbei, und inzwischen hat mich auch die Reiselust wieder. Gestern, 11.12., setze ich mich also in den Bus nach Chile – die Strecke kenn ich ja inzwischen 🙂

( Die Andenüberquerung von Mendoza aus Richtung Santiago ist grandios! )

Unausgeschlafen wie ich bin, döse und verschlafe ich das meiste der 23stündigen Fahrt – am frühen Nachmittag des nächsten Tages komme ich in Santiago an und schlage mich zu meinem schönen Hotel im Viertel Londres-Paris durch.IMG_3802IMG_3844 IMG_3846Mein Zimmer ist leider weniger nett, weil so klein, dass ich noch nicht einmal den Koffer richtig aufmachen kann ….

Nachmittags erkunde ich ein bisschen die nähere Umgebung, Santiago gefällt mir ganz gut!

IMG_3788IMG_3784IMG_3785IMG_3807IMG_3814IMG_3822

In einem Café sitze ich zufällig neben einer jungen deutschen ( tangotanzenden ) Pilotin, wir beschließen, zusammen zu Abend zu essen und ich freu mich über das interessante Gespräch. Nebenbei suche ich im Internet nach Milongas ….. ich könnt ja schon wieder 😉

Am nächsten Morgen kann ich zum Glück mein Hotelzimmer wechseln  und dann holt mich Anni Wandertier ab. Anni ist eine beeindruckende  junge Frau, die ich noch in Deutschland in einem Weltreiseforum kennen gelernt und mit der ich einmal lange telefoniert habe. Jetzt ist sie allein mit dem Motorrad in Südamerika unterwegs …. Wir hatten angedacht, uns mal irgendwo in Ecuador, Argentinien oder Chile zu treffen, waren aber immer an völlig verschiedenen Orten. Jetzt freu mich so, dass wir das auf den allerletzten Drücker noch hinkriegen! Wir laufen ein bisschen durch die Stadt, gehen Kaffee trinken und können prima miteinander reden.IMG_3797Am späteren Nachmittag schlendere ich ein bisschen durch die Straßen, schau auf der Plaza Arma den Schachspielern und den planschenden Kindern zu, zu mehr mag ich mich bei dieser Hitze gar nicht aufraffen.IMG_3837IMG_3834 IMG_3819IMG_3816IMG_3836Für den Abend hab ich eine kleine, familiäre Milonga gefunden – offiziell los geht’s um zehn, ich bin Viertel nach da und kann noch eine Dreiviertelstunde warten, bis überhaupt die Musik angeschmissen wird und der Tanzabend beginnt …. ich werd das nie lernen 🙂

Dann wird es aber sehr nett, man tanzt hier wirklich gut, und spät in der Nacht kommen die jungen Tänzer und zaubern Tango – so schön anzusehen!

Ziemlich unausgeschlafen muss ich am nächsten Morgen meine Sachen flugfertig packen – wie viele Nagelscheren und – feilen ich schon abgeben musste, weil ich mal wieder nicht daran gedacht habe ….. 😉

Und die hier wollte ich vor Neuseeland wegschmeißen, aber ich bring es einfach nicht übers Herz ( und vielleicht kann ich sie in Auckland, Sydney und Singapore doch noch gebrauchen???? ) : IMG_3848Es fällt mir schwer, zu gehen – ich mag Südamerika so gerne!

Ecuador ist ein fantastisches Reiseland, und Argentinien ist so sehr meins – ich bin ganz sicher, dass ich wiederkommen werde. Mit meiner Argentinienbegeisterung hat Chile es ganz schwer, mir zu gefallen – missen möchte ich die ( wenige ) Zeit in diesem Land trotzdem nicht.

Und jetzt bin ich ganz gespannt auf neue Reisewelten!

 

Valparaiso – Street Art

Spaß machen die vielen, sehr schönen Wandbilder und Graffiti, die man in Valparaiso sehen kann. Ich hab hunderte von Fotos gemacht ( das werden mal meine Unterrichtsbeispiele! ). Das sind meine Favoriten:IMG_3633 IMG_3637 IMG_3653 IMG_3624IMG_3613IMG_3609 IMG_3680 IMG_3689 (2) IMG_3724IMG_3673IMG_3664 IMG_3747 IMG_3737IMG_3756IMG_3730IMG_3725IMG_3726 (2)Bei all den aufregenden Erlebnissen und dem vielen Schönen, das ich in den letzten dreieinhalb Monaten sehen konnte, spüre ich momentan gewisse Ermüdungserscheinungen. Ich brauche ein paar Tage, bis ich für mich klar habe, was jetzt dringend angesagt ist: Pause.

Es ist schwer, auf so spektakuläre Reiseziele wie z.B. die Atacama – Wüste zu verzichten. Auf dieser Reise habe ich viel Gelegenheit, das zu üben, was mir nicht leicht fällt: aus den vielen Möglichkeiten auszuwählen, mich zu entscheiden und dann ohne Bedauern (!) nur das zu machen, was für mich wirklich passt.

Und so setze ich mich am Freitag, 29.11. in den Bus nach Buenos Aires. Die lange Fahrt ( 23 Stunden ) vergeht schnell. Ich checke in meinem Tango – Hotel ein, es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen. Ich kenne mich aus, muss mich nicht einleben und nicht groß organisieren. Ich treffe bekannte Gesichter, außerdem gibt’s noch ein paar Tangoverrückte – schön!! Abends gehen wir in einer größeren Gruppe in eine nette Bar zum Essen und Tanzen, anschließend ziehen wir zu viert weiter ins Gricel, wo wir bis morgens um vier weiter tanzen …….. wunderbar!IMG_3766 IMG_3765 (2)

Mein Blog wird ein paar Tage Pause machen, von hier kann ich ja wenig Neues berichten ( ab 12.12. geht’s weiter )  Aber ich freu mich sehr über mails!