Jetzt aber! Neuseeland!!

Am 6.1. heißt es Abschied nehmen. Schon am Abend vorher mache ich es mir ganz besonders. Ich habe heute so gar keine Lust auf Small-Talk an den großen Tischen im Restaurantbereich und überrede die Bedienung, mir das Abendessen in der Coconut-Bar am Strand zu servieren. So genieße ich Sonnenuntergang und ein wunderbares 3-Gänge Menü. Ach, ist das schön!IMG_4696Am nächsten Tag gehe ich  gleich morgens früh zum Yoga, packe meine Sachen und schenke mir einen Massagetermin. Ach, ist das schön!

Irgendwann am Nachmittag kommt der Yasawa – Flyer vorbei, um die Touristen abzuholen. ich gehe ohne Abschiedsschmerz – es ist Zeit für was Neues, bitte nicht ganz so heiß! Vor der Abreise noch schnell der Beweis: Hasi ist immer noch dabei!IMG_4712

In Nadi angekommen, werden alle und so auch ich mit dem Bus in die jeweiligen Hostels gebracht. Unterwegs kann ich auch wieder einen Blick auf das wirkliche Fidschi werfen.

Über die Feiertage waren in den Resorts auch einige Urlauber, die auf den Fidschis leben und dort arbeiten. So habe ich eine junge Ärztin aus Argentinien kennen gelernt, die in Suva in einem Krankenhaus arbeitet. Sie hat mir viel von der Armut erzählt, den Infektionskrankheiten, schrecklichen hygienischen Bedingungen und ihren Problemen, mit alledem klarzukommen. Kennen gelernt habe ich Fidschi nicht wirklich …… nur die Bilderbuchreiseprospektwelt, zum Ausruhen ist es genau richtig. Für mehr eher nicht.

In meinem Hostel angekommen, freue ich mich sehr, dass es für ein privates Zimmer mit eigenem Bad eine Stornierung gibt – juchu, es ist was frei, ich muss nicht in den Dorm! Ich habe für zwei Nächte richtig Ruhe, nach 15 Nächten Schlafsaal und Gemeinschaftsbad kann ich das sehr genießen!

Abends sitzen wir zu mehreren zusammen und erzählen. Ich lerne Claudia und Ingo kennen, die seit über einem Jahr mit dem Motorrad durch Nord- und Südamerika fahren und jetzt weiter nach Australien wollen. Mit dabei ist auch Carsten, den mir schon mehrmals auf den Fidschis begegnet ist. Hey, in dieser Runde sind alle Ü40, diese Abwechslung find ich richtig gut!

Am nächsten Morgen fahre ich sehr früh mit dem Bus in die Innenstadt von Nadi. Ich möchte ein paar Mitbringsel besorgen. Den restlichen Tag warte ich darauf, dass selbiger möglichst bald vorüber geht … die Hitze ist hier im Ort auf der Hauptinsel noch unangenehmer. Es gibt tropische Regenfälle und anschließend: gratis Sauna 🙂

Am Mittwoch, 8.1. bin ich früh genug am Flughafen, um dem Mitarbeiter der New Zealand Airline mühsam und sehr langwierig davon zu überzeugen , dass mein Ticket in Ordnung ist ( wir waren sehr unterschiedlicher Meinung ). Der Rest der Reise verläuft problemlos. In Auckland werde ich lieberweise wieder von Roger abgeholt – das ist so schön!

Abends verabrede ich mich mit Angelika, die kurz vor Weihnachten beim Tanzen kennen gelernt habe. Wir gehen zusammen auf die kleine Mittwochsmilonga ins Café Limon. Die meisten der Tänzer kenne ich noch vom letzten Mal.

Donnerstag kümmere ich mich ein bisschen um meine Weiterreise.  In der Touristeninformation besorge ich mir ein Ticket für den Flexi-Bus. Man kauft dafür eine bestimmte Zahl von Fahrtstunden, die man innerhalb eines Jahres abgefahren haben muss. Welche Punkte man wann ansteuert, bleibt einem selber überlassen. Außerdem hilft mir die nette, junge und sehr geduldige Frau am Schalter, mein Handy auf eine neuseeländische Sim-Karte einzustellen und die neue Nummer registrieren zu lassen..

Und ich stelle mal wieder fest: Neuseeländer sind unheimlich freundlich und hilfsbereit.

Nachmittags mache ich mit Roger einen Ausflug an die Westküste. Ungefähr eine Stunde Fahrzeit von Auckland entfernt liegt Piha. Schon die Fahrt durch den Waitakere Ranges Regionalpark ist wunderschön. Der Strand von Piha ist grandios:IMG_4718IMG_4720IMG_4723IMG_4737IMG_4742IMG_4750Hey, hier ist es wild und windig, das Baden gefährlich, die Luft frisch ….. also, wenn die Berge nicht wären, könnte es fast an der ääääh, nein, das schreibe ich jetzt nicht! 🙂

Ich find es jedenfalls absolut toll! Wir machen einen langen Strandspaziergang. So schön!

Auf dem Rückweg halten wir an einem Informationszentrum, das leider schon geschlossen hat. Zu schauen gibt es trotzdem eine Menge!

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Am Freitag stehe ich sehr früh auf. Angelika will mich an der Fähre in Devenport abholen, wir wollen gemeinsam ein Stück an der Ostküste gen Norden fahren. Auch das ist bombastisch. Wohin man hier auch schaut: es ist einfach wunderschön!IMG_4770 (2)IMG_4776IMG_4765IMG_4788IMG_4792Hier lebt ( urlaubt ) man am Wasser, im Wasser, auf dem Wasser…..IMG_4775IMG_4785„Schlittenfahren“ geht hier auch ….. die Kinder rutschen auf ihren Bodyboards die Dünen runter:IMG_4793IMG_4794irgendwann raff ich mich auf und teste die Wassertemperatur …… aber noch bin ich an Fidschitemperaturen gewöhnt und komm nicht allzu weit. Ist ganz schön frisch!IMG_4797Gefahren sind wir bis zum Langs Beach kurz hinter Mangawhai Heads.  Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg, auch hier: alles schön, schön, schön.IMG_4801IMG_4803 (2)Bei Angelika gibt’s Abendessen, danach ist Aufbretzeln und Freitagsmilonga angesagt. Heute komme ich ganz viel zum Tanzen und freue mich darüber sehr. Die Tangoszene in Auckland ist so klein und familiär, dass auswärtige Gäste während der allgemeinen Ansagen offiziell begrüßt und vorgestellt werden. ( This is Zabiiiiin from Germany…… )

Ich kann bei Angelika übernachten, was ausgesprochen nett ist. So können wir nach der Milonga noch ein bisschen zusammen sitzen, erzählen, was trinken.

Dieser Tag ist einfach perfekt: ein toller Ausflug, gute Gespräche, leckeres Essen und dazu ein paar schöne Runden Tango!

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Jetzt aber! Neuseeland!!

    1. fraukareistumdiewelt Beitragsautor

      Das ist leider ein eher düsteres Kapitel meiner Reise…… ich habe weder Mitbringsel für liebe Menschen noch Andenken für mich, und es ist nicht so, dass ich nicht schon Schönes gesehen hätte. Vielleicht find ich ja in Helsinki was Nettes, das muss ich dann nicht so lange tragen 🙂

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      1. AnnKah

        Ohhh … ein sehr düsteres Kapitel… ich dachte, ich hätte gelesen, in der Innenstadt von Nadi seien Mitbringsel gekauft worden….aber Helsinki ist auch in Ordnung!

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        1. fraukareistumdiewelt Beitragsautor

          stimmt ja auch, aber die hab ich in Auckland gleich wieder verschenkt …… tut mir ganz leid für dich 🙁

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