Von Taupo aus fahre ich am 18.01. an die Ostküste, nach Napier. Napier ist bei dem schlimmen Erdbeben von 1931 komplett zerstört und anschließend in einem Art Deko – Stil wieder aufgebaut worden. Es gibt eine Fußgängerzone, Straßencafés und viele nette Läden. Außerdem liegt der Ort wunderschön an einem langen Strand.


Und das ist mein Hostel in absolut zentraler Lage und höchstens drei Minuten vom Strand entfernt:
Dorm und vor allem die sanitären Anlagen sind nicht ganz so berauschend, aber der Aufenthaltsraum ist einfach der Hammer! Und der Weihnachtsbaum blinkt unermüdlich vor sich hin …….
Heute Abend treten die beiden Australierinnen, die ich auf den Fidschis kennen gelernt habe, in Napier auf. In meinen ersten Napierminuten treffe ich die Beiden zufällig auf der Straße. Großes Hallo, große Freude. Leider findet das Konzert außerhalb statt. Es gibt keinen Bus, ein Taxi würde hin – und zurück 160 Dollar kosten, und mitnehmen können sie mich nicht. So schade. Na, vielleicht klappt es dann an anderer Stelle. Stattdessen lerne ich Karin und Nadia kennen, zwei nette deutsche Frauen, mit denen ich einen ziemlich lustigen Abend habe.
Am nächsten Morgen gibt es das für mich – endlich mal wieder die Möglichkeit, richtige Bahnen zu schwimmen! Der Blick auf den Ozean macht’s genial.
Später leihe ich mir für vier Stunden ein Fahrrad – es gibt schöne und gut ausgebaute Radwege hier. Ich fahre eine ganze Weile am Meer entlang – das erste Mal im Linksverkehr. Den musste ich auch schon im Schwimmbad beachten – hier schwimmt man nicht hin – und zurück, sondern in Runden. Als Fußgängerin finde ich den Linksverkehr immer noch sehr gewöhnungsbedürftg. Ich bin schon oft angehupt worden oder beinahe vor ein Auto gelaufen. Seufz.
Inzwischen habe ich mir Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 70 ( gibt das wirklich? ) gekauft. Die Sonne ist hier unheimlich stark, alle tragen einen Hut und eincremen ist selbstverständlich.
Hey, hier ist richtig Hochsommer, der Tag ist sonnig und warm!
Auf meiner Karte ist etwas landeinwärts ein Café eingezeichnet, das wär ein schönes Ziel. Ich fahre an Obstplantagen und Weinfeldern vorbei. In dieser Gegend wird viel Wein angebaut ( der neuseeländische Wein ist absolut lecker ), von Napier aus kann man diverse Weintouren buchen. 
Endlich kommt ein Hinweisschild: Café in 700m ….. juchu. Ich hab mir zwar was ganz anderes vorgestellt, finde meine Kaffeepause mitten im Weinfeld dann aber doch sehr nett.

Auf dem Rückweg fällt mir dieses nicht sehr beruhigende Schild auf – fragt sich nur, was man machen soll, wenn man eine frisky Kuh trifft?
Und: es gibt doch nette Fahrradständer!
Nachmittags ist Ausruhen angesagt, abends geht’s mit den beiden lustigen Frauen noch ein bisschen los. Napier ist als Zwischenstation sehr nett, lange bleiben muss ich nicht. Den Bus nach Wellington hab ich schon gebucht, morgen früh geht’s los. Ich freu mich auf die Stadt, Kultur, und wenn ich Glück habe, auch auf ein bisschen Tango. Eine Woche möchte ich bleiben, danach geht’s auf die Südinsel.

Hallo Sabine, freut mich, dass du weiterhin deine Reise in vollen Zügen genießt. Hast du die Sonnencreme mit LSF 90 in Lateinamerika nicht entdeckt? Das erste Mal hatte ich aber denselben Gedanken wie du, das gibt´s echt?
Ich wünsch dir nur Begegnungen mit müden Kühen, auf das du fröhlich weiter reisen kannst 😉
Liebe Grüße (immer noch auch Chile),
Anni
Liebe Anni, ich habe heute durch Zufall deine beiden Kommentare im spam entdeckt ….. keine Ahnung, warum die da rein rutschen. Ne, ne 90er Sonnencreme hab ich noch nie gesehen….
Hi Sabine, hast du das Erdbeben gut überstanden? Liebe Grüße – hape
Ja, hab ich. Aber es ganz schön gewackelt und das war ein ziemlich blödes Gefühl! Hier hat sich aber niemand weiter aufgeregt …..