Samstag, 2.11. muss ich mich von Buenos Aires und meiner lieben Gesellschaft dort verabschieden, was mir wie erwartet schwer fällt. Um 13.20 geht mein Flugzeug vom Aeroparque, dem Inlandsflughafen mitten in der Stadt.
Der Flug ist ziemlich unruhig, ich bin aber so müde, dass ich die meiste Zeit vor mich hin döse. Kurz vor der Landung gibt es schöne Aussichten auf schneebedeckte Berge:
Ushuaia bietet schönstes Wetter, vielleicht ein paar Grad zu kühl ???!! Meine neuen Airbnb – Hosts Wilma, Jorge und Tochter Jasmin holen mich ab und bringen mich „nach Haus“. Alles ist gemütlich und zum Glück sehr gut beheizt!
Nach einer kurzen Kaffee – Pause mache ich mich gleich auf den Weg in den Ort. Ushuaia hat knapp 60.000 Einwohner, jede Menge Touristen ( alle in North Face oder Jack Wolfskin ) und scheint recht beschaulich zu sein. Mein erster Gang: ich kaufe mir eine Mütze! Und stelle fest: auf der Haupteinkaufsstraße gibt es einen Outdoorladen neben dem anderen. Alle haben Mützen, Handschuhe und hunderte von Fleecejacken. Warum hab ich nur in Santa Rosa und in Buenos Aires tagelang nach einem Fleece gesucht? In Ushuaia gibt’s die große Auswahl!
Neben den vielen Läden gibt es auch jede Menge schöner Fotomotive!
Gegen Abend finde ich eine Bar, die mir gut gefällt. Dort gibt’s leckere Kürbissuppe und guten Wein:
Ich bin früh zu Haus und schnell im Bett. Was ist es ruhig hier – ich schlafe tief und fest, trotz Sturm ( und etwas Neuschnee!!! ) ……. das ist der Blick aus meinem Zimmerfenster heute morgen:
Plötzlich habe ich Heimweh – ich bin soooo weit weg! Nach vier Wochen netter Gesellschaft, guten Gesprächen und viel, viel Tango kann ich mir hier nicht aus dem Weg gehen …. wird wohl ein, zwei Tage brauchen, bis ich das Alleinesein wieder genießen kann.
Morgens vergleiche ich die Angebote verschiedener Anbieter und plane die kurze Zeit, die ich hier am Ende der Welt habe: heute Nachmittag möchte ich eine Katamaranfahrt in den Beagle – Kanal, morgen eine Tour in die Berge machen. Dienstag geht’s auf eigene Faust in den nahegelegenen Nationalpark ( wenn das Wetter hält ).
Die Schiffstour heute entpuppt sich als großes Touri – Spektakel mit Kaffeefahrtambiente. Leider können wir nicht ablegen, der Hafen ist geschlossen, das Wetter weiter draußen wohl viel zu windig. Geld gibt’s zurück, und ich weiß nicht, ob ich traurig oder froh sein soll. Versuche, mir den Tag noch schön zu machen, gehe spazieren, fotografieren und fein Kaffee trinken, genieße Beschaulichkeit und wunderbar frische Luft!


Hasi am Ende der Welt:

Und Hasi lächelt immer noch glücklich 🙂
stimmt, aber das tut er immer, heißt also nix 😉
So, nun ist mir klar geworden warum du in diesem Ort, wenn auch nur kurz, gelandet bist. Wegen ……fleet+südl. usw. Ok, ich fliege schon mal voraus, mir wird kalt. ABER, ich glaube mir hätte es dort auch sehr gut gefallen. Ich mag solche Orte. claus
hallo sabine, mußte erst mal auf der karte nachsehen, wo dein derzeitiger aufenthaltsort liegt. hat doch was! ist zwar kein vergleich zu b a aber ich kenne solche orte aus schottland. man muß sie ein paar tage auf sich wirken lassen – dann vergißt man sie nie mehr wieder. gönn´ dir ein paar gute tassen kaffee. lg detlef
Liebe Bine,
ja, ich finde auch, dass Du ganz schön weit weg bist! Und die ganze Weihnachtsplanerei ohne Deine Mitwirkung… seufz! Da, wo Du bist, siehts ja ganz schön gediegen aus (mal abgesehen von wilder Landschaft), zum Ausruhen doch bestimmt gut, oder? Lass es Dir jedenfalls gutgehen!
annkah
nächstes Jahr planen wir dann wieder gemeinsam …… ja, zum Ausruhen ist es hier gut, tolle Luft, tolle Landschaft, und ich kann wieder schlafen! BsAs ist superlaut!
Hi lieber Detlef, ja klar, in der südlichsten Stadt der Welt zu sein, hat was, und deswegen bin ich ja auch hier 🙂 Inzwischen bin ich besser angekommen und finde es sehr schön hier ( wenn auch ein bisschen kühl ….) Morgen geht es in den Nationalpark und übermorgen auch schon wieder weiter. Liebe Grüße vom Ende der Welt, Sabine
Liebe BineKah, meine Theorie ist ja, dass Ushuaia nur so weit südlich gelegt wurde, damit die ganzen Outdoorklamotten auch in Argentinien AbnehmerInnen finden. In der Tat hatten alle Leute noch mal ordentlich aufgerüstet und auch ich kam nicht ohne neue Softshellhose und Fleece wieder weg. Sehr zu empfehlen fand ich damals die Cafes mit Unmengen viel zu viel Sweets. Aber das braucht man wohl bei der Kälte. Im Nationalpark (war übrigens recht schlammig auf den Wegen) unbedingt auf die hübschen Magellan-Spechte achten! Schwarz/rot und ziemlich groß. Man hört sie eher, als dass man sie sieht. So ne Art Quitschentchen XXL. Auch die Magellan-Gänse sind sehr süß, er weiß (zu weiß für die meisten Kameras), sie braun.
Viele Grüße
Claudia
Bei mir ist es bei der Mütze geblieben, und morgen geht’s ja auch schon wieder weiter. Heute war ich im Park, die Gänse habe ich gesehen, fand sie auch toll und hab sie schön aus Foto bekommen 🙂 Gruß zurück!
Liebe BineKah, falls Du immer noch keinen Fleece hast solltest Du vielleicht mit Blick auf Neuselland doch noch mal zuschlagen…
Wo bleibt das Foto der Gänse?!
Grüße
Claudia
Fleece hab ich, Gänsebild folgt umgehend 😀