Alles anders …….

Samstag, 14.12. gibt es viel Zeit zu überbrücken – mein Zimmer muss ich vormittags räumen, der Flug geht erst spät am Abend. Leider noch viel später als geplant – fast schon beim Boarden wird beschlossen, dass ein neues Flugzeug her muss. Seufz. Dafür ist der Flug wunderbar ruhig, die meiste Zeit kann ich, weil doch sehr müde, einfach verschlafen. Und diesmal gibt es bei LAN auch was zu essen …..

13 Flugstunden später ( wie sich die Relationen verschieben ….. das kommt mir gar nicht mehr so lang vor ) lande ich in Auckland und reibe mir verwundert die Augen – was ist der Flughafen großzügig und …. sauber! Die  Grenzformalitäten sind schnell überstanden ( hier müssen Hunde jedes Gepäckstück auf Lebensmittel abschnüffeln, die darf man nicht mitbringen, außerdem muss ich mittels Ticket nachweisen, dass ich bestimmt wieder gehe ), abgeholt werde ich von Roger. Den Kontakt hat mir Gudrun vermittelt, und ich freu mich so, dass ich für die ersten Tage eine Familie habe.

Roger war vor vielen Jahren als Austauschschüler in Deutschland und spricht gut Deutsch. Er lebt mit seiner Frau Miriama und zwei seiner erwachsenen Kinder, einem Schwiegerkind sowie Besuch aus Hawaii in einem schönen Haus in Auckland.IMG_3927IMG_3929Hier gibt’s Bananen im Garten!IMG_3928Es ist noch früh am Morgen, ich bekomme einen Kaffee, kann schnell duschen, meine Sachen in die Wäsche geben und fahre mit Roger in die Innenstadt. Auckland ist schön, es gibt viel Grün und natürlich ganz viel Wasser!

An manches muss ich mich gewöhnen …. der Linksverkehr – ein paar Mal laufe ich fast vor ein Auto. Und ja, alle sprechen hier englisch, hilft nix, jetzt muss ich auch 😉

Anderes fällt sehr angenehm auf, ich fühle mich absolut sicher und habe nicht das Gefühl, dass ich besonders auf meine Sachen aufpassen muss. Alles ist gepflegt. Die Menschen sind entspannt, freundlich und absolut hilfsbereit. Autos halten an, wenn man über die Straße möchte. In der Bahn wird nicht gedrängelt, stattdessen bietet man sich gegenseitig einen Platz an. Heute bin ich dabei, als im Zug jemand einen epileptischen Anfall hat. Alle helfen.

Ich mache einen Spaziergang durch die Innenstadt und staune so vor mich hin. Es kann doch nicht sein, dass man nach ein bisschen fliegen einer komplett anderen Welt landet ….. obwohl es so schön ist, bedrückt mich der offensichtliche Wohlstand, der mir nach vier Monaten Südamerika sehr auffällt. Die Welt ist so ungerecht …..IMG_3884 IMG_3885IMG_3855IMG_3867Und irgendwo gibt’s zweites Frühstück: german Pretzel ( freu! ) und ein Cappuchino 🙂 IMG_3858Natürlich muss ich auf den Skytower, um mir einen Überblick zu verschaffen. Bevor man eine Karte kaufen kann, muss man sich zunächst durch reichlich Andenkenläden arbeiten. Der Eintritt zum Skytower kostet schlappe 28 NZ-Dollar ( 17€ ) ….. nun gut, ich weiß ja, dass ich mich hier auf ganz andere Preise einstellen muss.

Die Aussicht lohnt sich!IMG_3894 IMG_3900 IMG_3901Das ist durch eine der gläsernen Bodenplatten hindurch fotografiert – schon seltsam, aus 220 m Höhe gerade herunterzuschauen.IMG_3910Ich bin unheimlich müde, die Zeitumstellung macht mir arg zu schaffen ( 16 Stunden Unterschied zu Santiago ). Versuche aber, auch den Nachmittag und Abend durchzuhalten, um mich möglichst schnell zu gewöhnen.

Abends gibt es selbstgemachte Hamburger. Nico, der Freund der Tochter, steht am Grill, gegessen wird gemeinsam auf der Terrasse :IMG_3930IMG_3932Und ich genieße die Gesellschaft und das leckere Essen!

Am nächsten Morgen mache ich mich auf nach Devenport, das man mit einer Fähre ganz schnell erreichen kann – ach, ist es schön hier. Leider hab ich meine Kamera vergessen. Am nächsten Tag mache ich die gleiche Tour für ein paar Bilder noch einmal, diesmal macht der Akku schlapp. Seufz.  Soll wohl nicht sein. Für einige Fotos hat es aber doch noch gereicht:IMG_3963 IMG_3972 IMG_3977 IMG_3985Dieses Foto pack ich nur dazu, weil ich angemahnt worden bin, doch mehr Bilder von mir in den Blog zu stellen 😉 IMG_3989 (2)Dienstag Nachmittag schau ich noch in das grandiose Wynyard – Hafenquartier, sehr schick, supertoll. Ist für die Rugby – Weltmeisterschaft 2011 neu angelegt worden. Vielleicht gehe ich zum Fotografieren noch mal vorbei – lohnen würde es sich!

Die Auckland Art Gallery lohnt sich ebenso – am meisten begeistert mich das Gebäude, das auch zu 2011 komplett umgestaltet wurde! Der Eintritt ist frei, Kunst ist für alle da 🙂IMG_3953 IMG_3948 IMG_3947Aber auch die Exponate sind sehenswert, die modernen Neuseeländer gefallen mir besonders gut:IMG_3943 IMG_3944IMG_3939IMG_3936Und hier geh ich heute Abend hin: im Café Limon direkt am Hafen wird Tango getanzt!IMG_3958Und das ist  richtig nett, klein, fein, gemütlich Ich werde schnell von zwei Frauen an den Tisch gebeten, es ist leicht, hier mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Eine ist eine Deutsche, die schon sehr lange in Neuseeland lebt. Zum Tanzen komme ich erst etwas zögerlich, später aber umso besser. Nur gut, dass ich meine Schuhe mitgenommen habe! !

 

 

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