Gestern, am Dienstag, ( 03.09.) bin ich mit einem Leihfarrad zur Playa Garrapatero gefahren – was für eine tolle Radtour! Man muss erst ganz schön den Berg rauf und dann runter und dann wieder rauf und zum Schluss wieder runter …… die ganze Tour ist etwas 25 km lang, aber ich habe die ersten viel befahrenen Kilometer den Berg rauf geschummelt und hab mich und mein Rad von einer Camionetta ( Taxi mit Ladefläche ) mitnehmen lassen.
Der Straße zum Strand ist absolut toll, und besonders spannend ist es, durch die verschiedenen Vegetationszonen zu fahren. In höheren Lagen fährt man durch üppiges, tropisches Grün, das mich einfach begeistert hat, trotz Berg hoch und Nieselregen …..
Hibiskus – hier nicht im Blumentopf, sondern gleich in Heckenform……
Und das habe ich noch nie gesehen … Riesenbambus! Schade, dass niemand dort war, der mich zum Größenvergleich neben einem Bambus fotografieren konnte ….. einfach unglaublich! Jeder Stamm war mindestens 20 m hoch…..
Blick bis zum Meer
Wenige Kilometer den Berg hinunter wird es immer karger……
….. bis man an einem wunderschönen Strand steht
Ich hab ein Stündchen einem Pelikan beim Fischen zugesehen ( ein tolles Schauspiel ) und mich dann wieder auf den Heimweg gemacht, ganz vernünftig mit Helm ( man sieht es auf den Fotos nicht, aber es ging z.T. ziemlich steil hoch und runter )
Heute, am Mittwoch, habe ich vormittags eine kleine Tour gebucht. Die Gruppe war aber etwas dröger als beim letzten Mal, sie bestand nämlich nur aus einem französischem Studenten, der wenig Lust zum Sprechen hatte, und mir. Und natürlich dem Guide. Es ging zu einer Schildkrötenstation, und jetzt habe ich sie endlich gesehen: die Galapagos – Schildkröten, wie ich sie mir immer vorgestellt habe:
Übrigens fauchen die ziemlich laut, wenn man ihnen zu nahe kommt, und wenn man dann immer noch nicht geht, verschwinden sie in ihrem Haus. Ist es ihnen zu warm, gehen sie in einen Tümpel, das sieht dann ungefähr so aus:
Nebenbei haben wir auf diesem schönen Waldgelände tolle Pflanzen gesehen, Kaffee, Papaya, Guanaba, Maracuja, Bananen…. manches konnten wir direkt vom Baum probieren.
Das ist eine Kaffee-Pflanze, der Kaffee von den Galapagosinseln soll außergewöhnlich gut sein.
Ich weiß nicht, was für ein Kaffee in den hiesigen Cafes gekocht, wird, aber für meinen Geschmack ist er meist ziemlich grausam. Was einer Kaffeesüchtigen wie mir aber wiederum zugute kommt …. trinke höchstens noch zwei kleine Tassen am Tag 🙂
Das ist auch Kaffee:
Später waren wir noch in einem natürlichen Lavatunnel. Den kann man ca 400m lang durchgehen ( krabbeln? ) ich hab lieber drauf verzichtet. Jean Baptiste hat mir später erzählt, dass man sich in der Mitte des Tunnels 2, 3 m auf dem Boden robbend fortbewegen muss, weil es so niedrig wird. Das wär nichts für mich gewesen …., aber die ersten paar Meter habe ich mir angeschaut:
Von Los Gemelos brauche ich keine Bilder hochladen, man sah nämlich leider gar nichts. Das sind riesige, kraterähnliche Löcher, die durch Erdverschiebungen entstanden sind. Dummerweise lagen sie komplett in den Wolken, die hängen in diesen Tagen leider ziemlich tief – das Wetter ist eher bedeckt und nieselig. Soll für die Jahreszeit hier normal sein.
Dann war für mich Mittagspause auf meinem Balkon angesagt!
Morgen wird gedungelt …. und Freitag geht’s weiter nach San Christobal

„…….viel befahrenen Kilometer den Berg rauf geschummelt „, ah ha, ich habe es doch gewusst. Die ganze Reise wird von der Hulunderstraße aus gesteuert. Aber, das machst du perfekt. Weiter so, bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Nun muss ich wieder googeln. LG claus